Bayern 2

Breitengrad Nagasaki. Japans Tor zur Welt

Die kosmopolitische japanische Metropole Nagasaki | Bild: pa/dpa

Sonntag, 01.04.2018
13:30 bis 14:00 Uhr

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Nagasaki
Japans Tor zur Welt
Von Jürgen Hanefeld

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Was Hamburg für Deutschland ist, das ist Nagasaki für Japan. Mit seinen 420.000 Einwohnern ist es zwar keine wirkliche Metropole, verströmt aber trotzdem den Duft der großen, weiten Welt. An allen Haltestellen der ratternden Straßenbahn gibt es mehrsprachige Hinweise auf die touristischen Attraktionen, auch die Ansagen in den Waggons sind nicht allein japanisch, sondern englisch, chinesisch und koreanisch. Nirgendwo sonst in Japan kommen Ausländer so leicht ohne einheimische Sprachkenntnisse zurecht. Eine kosmopolitische Tradition, die ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Nagasaki hat portugiesische und niederländische Einflüsse aufgenommen. Auch deutsche Kaufleute unterhielten einen Handelsposten. Einem Würzburger Arzt, Philipp Franz Balthasar von Siebold, ist es zu verdanken, dass Hortensien und Blauregen in deutschen Gärten wachsen. In Japan ist Siebold noch heute berühmt als Naturforscher, Botaniker und Ethnologe.

Breitengrad - die Auslandsreportage

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