Bayern 2

radioWissen Das Ich im Blick der Philosophie

Büste des Philosophen Sokrates | Bild: picture-alliance/dpa

Mittwoch, 14.03.2018
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Selbsterkenntnis
Sokratische Weisheit heute

Sokrates
Der Ahnherr der Philosophen

Das Kalenderblatt
14.3.1893
Wilhelm Balters geboren, Schnullerentwickler
Von Silke Wolfrum

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Selbsterkenntnis - Sokratische Weisheit heute
Autor: Stefan Daltrop / Regie: Irene Schuck
Der Weg der Selbsterkenntnis führt Sokrates über die Erkenntnis der eigenen Unwissenheit zur Gotteserkenntnis. Apollon weiht er sein Leben, um die Menschen seiner Zeit davor zu bewahren, sich selbst für das Maß aller Dinge zu erklären. Auch heute gibt es Denker, die im Grunde die gleiche Lebenshaltung propagieren, wie Madeleine Delbrel, Odilo Lechner, Dag Hammarskjöld, Raghu Rai oder Wilhelm Vossenkuhl: die Suche nach uns selbst führt uns über die Anerkenntnis unserer Begrenztheit und Endlichkeit zu einer demütigen, dem Leben zugewandten Haltung. Entscheidend für das Gelingen dieser Haltung ist, ob wir unser Leben nach dem Guten ausrichten - auch wenn wir das Gute nicht ein für allemal dingfest machen können. Deshalb ist die Unterredung, das Gespräch über das gute Leben für uns nicht wegzudenken. Selbsterkenntnis und eine solide Lebensausrichtung sind das Ergebnis einer aufrichtigen Suche: für uns heute genauso aktuell wie für Sokrates und seine Zeitgenossen in der Antike.

Sokrates - Der Ahnherr der Philosophen
Autor: Michael Conradt / Regie: Martin Trauner
"Niemand ist weiser als Sokrates", befand das antike Orakel in Delphi. Sokrates selbst meinte eher bescheiden: "Ich weiß, dass ich nichts weiß". Er verstand Philosophie nicht als Besitz von Weisheit, sondern als Streben danach. So diskutierte er unermüdlich mit seinen Athener Mitbürgern, meist über Tugenden wie Gerechtigkeit, Tapferkeit oder Besonnenheit. So wurde er zum Begründer der philosophischen Ethik. Sokrates lebte für die Philosophie - und starb auch für sie, mit großer Gelassenheit. Kein Wunder, dass er als Ahnherr und Vorbild aller Philosophen gilt, wegen seines Denkens, aber auch wegen dieser inneren Souveränität, die sich in seinem Leben und Sterben zeigte. Sein Schüler Platon nannte ihn den Trefflichsten, Vernünftigsten und Gerechtesten von allen. Ein Porträt.

Moderation: Gabriele Gerlach
Redaktion: Bernhard Kastner

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