Bayern 2

radioWissen Wie aus Hitze Steine werden

Vulkanisches Magma | Bild: colourbox.com

Freitag, 09.02.2018
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Granit
Der Stein aus der Tiefe

Vulkanismus
Von Lava und Magma

Das Kalenderblatt
9.2.1855
Fußspuren des Teufels ängstigen die Menschen von Devon
Von Thomas Grasberger

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Granit - Der Stein aus der Tiefe
Autor: Bernd-Uwe Gutknecht / Regie: Sabine Kienhöfer
Bizarr aussehende Granit-Fels-Formationen haben die Fantasie der Menschen schon immer angeregt: Da das mineralstoffreiche Gestein auch einen guten Nährboden für mystisch wirkende Heide - und Moorlandschaften darstellt, tummeln sich Hexen und andere Fabelwesen besonders gerne rund um Granitgesteine. Für Wissenschaftler ist Granit dagegen besonders interessant, weil er aus einer Tiefe von zwei Kilometern und mehr stammt und Einblicke in das Erdinnere gewährt. 'Hart wie Granit', sagen wir, wenn etwas besonders robust ist. 'Auf Granit beißen' wir, wenn keine Aussicht auf Erfolg besteht. Beides Indizien für die hohe Widerstandskraft und Wetterfestigkeit, die Granit zu einem begehrten Baumaterial machen. Ob Pflastersteine, Grabsteine, Gehwegplatten oder auch Curling-Steine, der grobkörnige, von hellgrau über bläulich bis hin zu gelblich und rötlich reichende Granit findet sich praktisch überall. Er kommt auf allen Kontinenten vor, in Bayern unter anderem im Bayerischen Wald, Oberpfälzer Wald und Fichtelgebirge.

Vulkanismus - Von Lava und Magma
Autorin: Carola Zinner 7 Regie: Sabine Kienhöfer
Im Jahr 1883 brach ein Vulkan auf Krakatau aus, einer unbewohnten Insel zwischen Sumatra und Java. Ein Ascheregen verdunkelte den Himmel. Als Folge sank die Temperatur auf der ganzen Erde. 20 000 Menschen starben in Tsunamis, die von den Druckwellen und von ins Wasser stürzenden Gesteinsmassen ausgelöst wurden. Insgesamt forderte der Ausbruch über 36 000 Opfer. Ein Jahr später begann die britische National Society mit einer umfassenden Dokumentation des Geschehens. Damit wurde der Ausbruch des Krakatau zum Meilenstein in der Vulkanforschung. Seit dem frühen 20. Jahrhundert werden mit seismologischen Geräten die Erschütterungen gemessen, die Vulkane erzeugen. Neben der Seismologie sind es unter anderem die Meteorologie, Mineralogie und die Geophysik, die mit ihren Ergebnissen zum Verständnis vulkanischer Prozesse beitragen. Und doch sind die bisherigen Beobachtungszeiträume zu kurz, um wirklich konkret die Stärke und den genauen Zeitpunkt eines Ausbruchs vorhersagen zu können.

Moderation: Thies Marsen
Redaktion: Bernhard Kastner

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