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Ursachen Woher kommt Osteoporose?

Frauen sind von Osteoporose viermal häufiger betroffen als Männer – vor allem nach der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren. Auch junge Mädchen mit Essstörungen sind durch Knochenschwund gefährdet.

Stand: 20.06.2018

Aufbau eines jugendlichen und eines älteren Knochen in der grafischen Darstellung | Bild: picture-alliance/dpa

Aufbau des Knochens

Ein gesunder Knochen besteht aus einer Knochenrinde (Kortikaler Knochen) und Knochenbälkchen (trabekulärer Knochen), die besonders in Wirbelköpern und Fersenbein schnell auf hormonelle Veränderungen reagieren. Beides zusammen bestimmt die Festigkeit des Knochens. So muss zum Beispiel die Hüfte Belastungen von mehr als 250 Kilogramm verkraften und obendrein elastisch sein, um kurze harte Schläge abzufedern.

Knochen bei Osteoporose

Bei Osteoporose werden zuerst die Knochenbälkchen so dünn, dass sie schon bei geringer Belastung brechen - es kommt zu Mikro-Frakturen. Später werden zum Beispiel sichtbare Sinterungsfrakturen der Wirbelkörper daraus. Ein Vorgang, der auch schleichend und unbemerkt passieren kann – zwei Drittel aller Osteoprosebedingten Wirbelbrüche werden als Zufallsbefund auf einem Röntgenbild gesehen. Nicht immer wird daraus die richtige Konsequenz gezogen – nämlich eine Osteoporose-Diagnostik und -Therapie einzuleiten.

Frühform

Die Frühform von Osteoporose, den Schwund an Knochenmasse, bemerkt die Patientin/der Patient zunächst nicht. Denn die äußere Knochenform ist in der Frühphase der Osteoporose noch intakt, obwohl im Innern des Knochens die Knochensubstanz schon vermindert ist.

Fortgeschrittenes Stadium

Setzt sich der Abbau der Knochenmasse über Jahre hinweg fort, reicht ein kleiner Anlass, um den Knochen zum Brechen zu bringen, zum Beispiel ein heftiges Niesen, Stolpern oder das Anstoßen an ein Hindernis. Dann kann plötzlich ein Wirbel zusammen brechen; oder es bricht der Oberschenkelhals, eine Rippe oder ein Unterarm.

Wichtig:

Entscheidend bei solchen Frakturen ist, dass geprüft wird, ob Osteoporose dahinter steckt. Denn - das ist die wichtige Botschaft - Osteoporose lässt sich heute gut behandeln. Aber dazu müssen sich Arzt und Patient insbesondere nach einer Fraktur zusammensetzen und gemeinsam eine Behandlungsstrategie entwickeln. Lebenslang wird alle zehn Jahre das Skelett einmal komplett umgebaut und alles, was in diesen zehn Jahren positiv oder negativ auf den Knochen eingewirkt hat, schlägt sich dabei nieder. Das heißt aber auch, dass lebenslang eine Verbesserung möglich ist.


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