Bayern 2


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Zustimmungs- oder Widerspruchslösung Wie wollen Sie über Ihre Organe entscheiden?

In Deutschland gibt es zu wenig Spenderorgane. Darum stimmt der Bundestag morgen über eine Änderung des Transplantationsgesetzes ab. Künftig könnte jede*r Bundesbürger*in automatisch potentielle*r Spender*in sein, sofern er oder sie dem nicht ausdrücklich widerspricht. Was halten Sie von einer eventuellen Neuregelung?

Stand: 15.01.2020

Seit langem ist bekannt, dass es in Bayern und deutschlandweit einen Mangel an Spenderorganen gibt. Obwohl laut Umfragen mehr als 80 Prozent der Menschen sagen, dass sie Organspenden befürworten, sind die Spenderzahlen 2019 sogar zurückgegangen. Ein möglicher Grund dafür ist, dass Bürger*innen einer Organspende vorher explizit zustimmen müssen und im Besitz eines Spenderausweises sein müssen.

Diese Regelung könnte jetzt in eine Widerspruchslösung umgewandelt werden: der Bundestag stimmt am Donnerstag darüber ab. Das hätte zur Folge, dass jeder Mensch grundsätzlich Spender wird, außer er spricht sich vorher klar dagegen aus. Schweigen könne nicht als Zustimmung gewertet werden, kritisieren Ethiker*innen und sind sich uneinig darüber, inwieweit eine Änderung die moralische Verantwortung verletzen würde.

Das Tagesgespräch auf Bayern 2 und in ARD-alpha hat gefragt: Was ist Ihre Position in der aktuellen Diskussion? Sind Sie für eine Zustimmungs- oder Widerspruchslösung? Welche ethischen Bedenken haben Sie beim Thema Organspende? Und welche Anreize könnte man schaffen, um Menschen zu einer Spende zu motivieren?

Zu Gast bei Christoph Peerenboom war Prof. Dr. Eckhard Nagel, Direktor am Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth.

Wie ist Ihre Meinung?

Rufen Sie an und diskutieren Sie mit im Tagesgespräch auf Bayern 2 und in ARD-alpha! Unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 / 94 95 95 5 sind wir immer werktags ab 11 Uhr für Sie erreichbar.


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