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Grooviger Soul mit Afrobeat Ntjam Rosie: "Breaking Cycles"

Ntjam Rosie, eine Niederländerin mit Wurzeln in Afrika, geboren in Kamerun, aufgewachsen in Maastricht. Sie nennt ihren Stil "Future Afro Soul": eine Mischung aus groovigem Soul, etwas Afrobeat und einem südafrikanisch anmutenden Background-Chor.

Von: Dagmar Golle

Stand: 14.06.2018

Auf ihrer Facebook-Seite beschreibt sie ihre Musik als "Soul, Jazz, World, Pop".  Der Soul dominiert zwar, aber nicht im Retrogewand der 60er oder 70er: Ihre Synthese aus Soul und jazzigen Harmonien erinnern manchmal ein bisschen an den Acid Jazz und R& B der 90er Jahre. Aber auch an ihre großen Idole: Erykah Badu, Macy Grey und natürlich die Heldin ihrer Jugend: Sade.

Klingendes Denkmal

Aber sie hat ihre afrikanischen Wurzeln keinesfalls vergessen: In einem von drei kurzen "Interludes" hören wir Frauen und Mädchen, die singen und klatschen – wahrscheinlich der traditionelle Gesang der Pygmäen, wie ihn auch die belgische Gruppe Zap Mama in den 90er Jahren moderner imitiert hat. Mit dem Lied "Farafina" zum Beispiel setzt sie Südafrika ein klingendes Denkmal.

Inspiration für andere Menschen

Auch die Texte sind Ntjam Rosie sehr wichtig. Sie ist ein sehr gläubiger Mensch und möchte eine Inspiration für andere Menschen sein. Deshalb ist sie sich auch der Verantwortung ihrer Texte bewusst. In den Songs auf "Breaking Cycles" geht es viel um den Mut zum Aufbruch, zur Erneuerung.

"Wir leben in Zeiten, in denen man nicht einfach nur tatenlos dasitzen kann. Ich hatte das Gefühl, ich muss mich weiter bewegen und mich für etwas engagieren, das größer ist als meine eigene kleine Welt."

Ntjam Rosie

Lebensfragen und Spiritualität

Ntjam Rosie versteht ihre Musik auch als Politikum. In gewisser Weise kehrt sie damit zurück zu den Wurzeln des Souls, wenngleich ihre Texte keine explizit gesellschaftspolitischen Themen ansprechen. Es geht eher um individuelle Lebensfragen und auch um Spiritualität.

"Wir leben in schweren Zeiten und können nur etwas bewegen, wenn wir zusammenhalten. Wenn diese Bewegung von Liebe zueinander geprägt ist, können wir Berge versetzen. Das mag jetzt sehr idealistisch klingen, aber ich glaube an die Verbreitung hoffnungsvoller Botschaften. Niemals werde ich aufgeben."

Ntjam Rosie


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