Bayern 2


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Blutkrebs je nach Zellart Myeloische und lymphatische Leukämien

Je nachdem, welche Funktion die Blutzelle hat, in der der Blutkrebs auftritt, wird unterschieden in myeloische und lymphatische Leukämie. Von den unterschiedlichen Leukämiearten gibt es jeweils akute wie auch chronische Formen.

Von: Klaus Schneider

Stand: 05.02.2018

Akute myeloische Leukämie: Mikroaufnahme des Bluts, Vergrößerung 120:1. | Bild: picture-alliance/dpa

Die bösartige Erkrankung geht vom Knochenmark aus. Dort werden die wichtigsten Bestandteile des Blutes produziert:

  • vor allem die weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die für die körpereigene Abwehr zuständig sind,
  • und die für die Blutgerinnung wichtigen Blutplättchen (Thrombozyten).
  • Die roten Blutzellen (Erythrozyten), die den Körper mit Sauerstoff versorgen

Myeloische Leukämie (ML)

Der Hauptanteil an Abwehrzellen im Blut sind die so genannten Granulozyten. Das sind Zellen, die Bakterien oder Pilze direkt auffressen und damit auch vernichten können. Diese Fähigkeit haben sie, sobald ihre Produktion im Knochenmark abgeschlossen ist. Vermehren sich diese Leukozyten, spricht man von einer myeloischen Leukämie.

Lymphatische Leukämie (LL)

Auch die sogenannten Lymphozyten sind für das Immunsystem zuständig. Sie produzieren Antikörper im Blut und können Viren direkt abtöten. Diese Sorte von Blutkörperchen bildet sozusagen die spezialisierte Eingreiftruppe des Körpers. Ihre Fähigkeiten müssen sie im lymphatischen System erst "erlernen". Vermehren sich diese Leukozyten ungeordnet, spricht man von einer lymphatischen Leukämie.


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