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Diagnose in der PRM Mit Händen, Augen und Hammer diagnostizieren

Für die Diagnose verwenden Ärzte für PRM hauptsächlich Augen, Hände und den Reflexhammer. Dazu kommen eine Stimmgabel, um die Sensibilität von Patienten auf Vibrationen zu testen, und ein Winkelmesser, mit dem die Beweglichkeit der Gliedmaßen geprüft wird.

Von: Johannes von Creytz

Stand: 14.12.2017

Silberner Reflexhammer liegt auf neutraler, heller Oberfläche. | Bild: picture-alliance/dpa

In Verbindung mit Befunden der überweisenden Ärzte, lassen sich so Blockaden, Versteifungen, Koordinationsprobleme oder gestörte Nervenverbindungen aufspüren und einschätzen. Jemand, der zu seiner Wohnung Treppen steigen muss, braucht unter Umständen eine andere Therapie als jemand, der in einem Altenheim lebt. Oder: Jemand, der gerne wandert, braucht nach einer Operation vielleicht andere Übungen, als jemand, der regelmäßig schwimmen will.

Leistungsniveau ist Lebensqualität

Grundsätzlich soll aber durch Rehabilitation, Prävention oder Erhaltung des Leistungsniveaus so viel Lebensqualität gesichert werden, wie möglich. Die Physikalische Rehabilitative Medizin umfasst deshalb neben den Fachgebieten Orthopädie und innere Medizin auch Kenntnisse in Psychologie, Neurologie und Schmerztherapie.

Management vieler verschiedener Therapieformen

Gängige Therapiemittel sind Physiotherapie, manuelle Lymphdrainage, Massagen,Triggerpunkttherapie, Elektrotherapie, Ultraschallbehandlung, Wärme-Applikation, Ergotherapie und viele andere. PRM-Ärzte erstellen für jeden Patienten einen individuellen Therapieplan mit den geeigneten Maßnahmen. Diese werden meistens von Physio- oder Ergotherapeuten durchgeführt. Sind entzündungshemmende, schmerzlindernde oder muskellösende Medikamente nötig, wird auch ein Medikamentenplan erstellt.

Beispiel Tennisellbogen oder Sehnenscheidenentzündung:

Ultraschall erzeugt eine Tiefenwärme im Gewebe. Damit soll der Stoffwechsel angeregt werden und Entzündungen zum Abklingen gebracht werden.


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