Bayern 2


30

Mehr als nur Kopfschmerzen

Von: Monika Dollinger

Stand: 31.08.2019

Frau mit Migräne | Bild: Image Source

Expertin:

PD Dr. med. Stefanie Förderreuther, Oberärztin der Neurologischen Klinik der LMU München, leitet dort seit 2004 den Neurologischen Konsiliardienst am Standort Innenstadt. Sie ist die derzeitige Präsidentin der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG).

Fenster, Vorhang und Türe schließen, ruhig auf den Rücken legen, Augen zumachen und hoffen, dass es im Kopf nicht noch stärker pocht und die Übelkeit nicht noch schlimmer wird. Diesen Zustand erleben circa zehn Prozent der Deutschen regelmäßig: eine Migräne-Attacke.

Migräne plagt die Menschen seit Jahrtausenden, schon den alten Ägyptern waren diese quälenden Kopfschmerzen mit den typischen Begleiterscheinungen (unter anderem Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit) bekannt. Das Wort Migräne stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet "halber Schädel" - ein Hinweis auf die oft halbseitig auftretenden Schmerzen. Auch die Griechen kannte diese Form der Kopfschmerzen also schon:

"Er sah einen Lichtschein vor sich, der mehr in einem Teil des rechten Auges sichtbar war. Als der Lichtschein nachließ, kam es zu einem heftigen Schmerz in der rechten Schläfe, dann im ganzen Kopf und im Nacken. Als es zum Erbrechen kam, ließ der Schmerz nach."

Hippokrates

Der vorliegende Text beruht auf einem Interview mit PD Dr. med. Stefanie Förderreuther, Präsidentin der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. DMKG und Oberärztin der Neurologischen Klinik des Klinikums der Universität München.

Migräne ist oft ein Zeichen von Überlastung - im Bild: Überlastete Frau am überfüllten Schreibtisch | Bild: Getty Images zum Artikel Krankheitsbild Was ist Migräne?

So schreckliche Kopfschmerzen, dass man gar nichts mehr tun kann, nur noch im abgedunkelten Zimmer liegen und warten bis sie vorbeigehen. Migräne ist mehr als Kopfschmerzen. Mehr über den Unterschied… [mehr]

Ein Auslöser für Migräne ist Stress - aber nur, wenn man genetisch vorbelastet ist - im Bild: Gestresste Frau mit Laptop | Bild: Image Source zum Artikel Ursachen Warum hat man Migräne?

Die einzige Ursache für Migräne, die bekannt ist, ist die genetische Veranlagung. Alles andere sind auslösende Faktoren, die nur wirken, wenn man die genetische Veranlagung hat, und sie sind bei jedem verschieden. [mehr]

Migräne ist schwer zu diagnostizieren - im Bild: Frau zur Beratung bei einer Ärztin | Bild: Getty Images zum Artikel Diagnose Ist es wirklich eine Migräne?

Vor allem die Beschreibung der Attacke und der Verlauf mit wiederholten Attacken erlauben zusammen mit einem normalen neurologischen Untersuchungsbefund die Diagnose einer Migräne. [mehr]

Bei Migräne sind oft Tabletten die einzige vorgeschlagene Therapie - im Bild: Gestresster Mann und Tabletten | Bild: John Foxx Images zum Artikel Therapiemöglichkeiten Medikamentöse Therapie

Zu Beginn versuchen es viele Patienten mit Kopfschmerztabletten, doch die wirken manchmal nicht ausreichend gegen Migräne. Ist es überhaupt sinnvoll mit den freiverkäuflichen Mittel gegen Migräne vorzugehen oder braucht man spezielle Tabletten? [mehr]

Frau beim Joggen in der Natur | Bild: colourbox.com zum Artikel Selbsthilfe Wichtige Behandlungsmöglichkeiten

Migräne-Patienten können selber viel tun, indem sie einiges in ihrem Tagesablauf ändern. Zentral sind ein geregelter Tagesablauf, gutes Stressmanagement und Bewegung. [mehr]

Die Zahl junger Migräne-Patienten nimmt stetig zu - im Bild: Jugendliche mit Kofschmerzen | Bild: picture-alliance/dpa zum Thema Kinder-Migräne Wenn Jugendlichen der Kopf schmerzt

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die unter Migräne leiden nimmt – vor allem in der Gruppe der Schüler – zu. Woran liegt das, wo Migräne doch auch maßgeblich eine Sache der genetischen Veranlagung ist? [mehr]


30