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Nachrücker im Bundestag Markus Uhl: "Natürlich ist das ein Wechselbad der Gefühle"

Der CDU-Politiker Markus Uhl, einer der beiden Bundestagsnachrücker, hat den Rückzug Kramp-Karrenbauers und Altmaiers aus dem Parlament gelobt. Für ihn sei das trotzdem ein "Wechselbad der Gefühle.

Stand: 11.10.2021

Porträt des CDU-Politikers Markus Uhl | Bild: Pressebild Tobias Koch

Im Interview der radioWelt sagte Uhl: "Das, was Annegret Kramp-Karrenbauer und Peter Altmaier getan haben, ist sicherlich auch in gewisser Weise Vorbild."

Uhl fügte aber an: "Letztlich muss es aber auch jeder selbst entscheiden. Das ist nicht unbedingt eine Frage des Alters, ob er oder sie den Weg freimachen möchte für Jüngere oder für Leute, die für eine Neuaufstellung der Union stehen können." 

"Es ist ja unbestritten, dass wir nach dieser verlorenen Bundestagswahl einen Generationenwechsel in der Union brauchen, dass wir aber auch eine innerliche Neuaufstellung innerhalb der Union brauchen."

Markus Uhl, CDU

Wohnung schon gekündigt

Für sein eigenes Leben kam der Schritt, doch im Bundestag bleiben zu können, überraschend: "Natürlich ist das schon ein Wechselbad der Gefühle. Geistig war ich jetzt anders orientiert. Ich habe meine Wohnung in Berlin zum Beispiel schon gekündigt. Das ist dann auf der einen Seite Freude, aber auf der anderen Seite natürlich größter Respekt und tiefste Dankbarkeit vor dem Schritt von Annegret Kramp-Karrenbauer und Peter Altmaier."

Uhl fügte an: "Das ist nicht selbstverständlich." Er kenne die beiden schon mehr als 20 Jahre aus seiner ehrenamtlichen Zeit bei der CDU im Saarland und "das sind natürlich auch Vorbilder dann".

Kramp-Karrenbauer und Altmaier verzichten

Am Wochenende hatten die beiden CDU-Bundesminister Kramp-Karrenbauer und Altmaier mitgeteilt, auf ihre Bundestagsmandate zu verzichten. Die beiden Saarländer machen damit den Weg frei für Nadine Schön (38 Jahre alt) und den 41-jährigen Haushaltspolitiker Markus Uhl, die sonst den Wiedereinzug ins Parlament verpasst hätten und nun als Nachrücker über die saarländische CDU-Landesliste doch noch zum Zug kommen.


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