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Arm im Alter Löst die Grundrente das Problem?

Die Grundrente kommt: Union und SPD haben sich auf einen Kompromiss geeinigt. Wer 35 Jahre lang einbezahlt hat, bekommt nach einer Einkommensprüfung einen Zuschlag auf die Grundsicherung. Ist damit das Problem Altersarmut gelöst?

Stand: 11.11.2019

Von der neuen Grundrente profitieren Menschen, die zu niedrigen Löhnen viel gearbeitet haben, Kinder betreut oder Verwandte gepflegt haben. Vor allem Frauen dürfte sie zugute kommen. Insgesamt sollen 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen Anspruch auf die Grundrente haben.

So wird die Grundrente berechnet:

Die Beiträge an die Rentenkasse müssen zwischen 30 und 80 Prozent der Zahlungen eines Durchschnittsverdieners liegen. Der Rentenanspruch wird dann für 35 Jahre verdoppelt, höchstens aber auf 80 Prozent der Rente, die ein Durchschnittsverdiener in diesen Jahren erwirbt. Von dem Rentenzuschlag werden noch 12,5 Prozent abgezogen. Damit will die Koalition das sogenannte Äquivalenzprinzip hochhalten, wonach die Rente eigentlich von der Höhe der Beiträge abhängt.

Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Wohnungslosenhilfe trägt die "Verfestigung von Armut" dazu bei, dass immer mehr Menschen keine Wohnung haben.

Laut Geschäftsführerin Werena Rosenke ist die drohende Altersarmut der Generation der Billigjobber, der Solo-Selbstständigen und anderer prekär beschäftigter Menschen besorgniserregend.

Zu Gast bei Bayern 2-Moderatorin Stephanie Heinzeller war Anna Braam, Sprecherin und Vorstand der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen. Im Gespräch auch Holger Balodis, Autor von "Die große Rentenlüge".

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