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Prognose Krankheitsverlauf bei Reizdarm

Sowohl eine frühzeitige Diagnose wie eine gute Arzt-Patienten-Beziehung sind notwendig für eine positive Prognose.

Von: Uli Hesse

Stand: 09.07.2019

Symbolbild für Reizdarm und Nahrungsmittelunverträglichkeit: Klopapierrolle, auf die mit Rotstift ein trauriges Gesicht gemalt wurde. | Bild: picture-alliance/dpa

Zu den wichtigsten Prognosefaktoren für den Verlauf der Krankheit zählt eine frühe Diagnose und eine beidseitig positive Arzt-Patienten-Beziehung. Dadurch werden Arzt-Odysseen – wie sie häufig bei Reizdarm-Patienten vorkommen – vermieden.

Frühzeitige Diagnose

Je früher ein Reizdarm erkannt wird, umso besser die Prognose der Erkrankung. Ein Reizdarm mit langer Vorgeschichte hat eine schlechtere Prognose als ein Reizdarm, bei dem die Beschwerden noch nicht so lange bestehen. Chronische Beschwerden sind jedoch bei über 50 Prozent der Patienten zu erwarten.

Der Reizdarm ist nicht mit anderen schwerwiegenden Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts assoziiert, jedoch haben Reizdarm-Patienten ein höheres Risiko, eine Gallenblasen- oder Blinddarm-Operation zu erhalten und werden häufiger auch am Unterleib operiert.

Positive Arzt-Patienten-Beziehung

Für beide Seiten ist zunächst wichtig, dass bedrohliche Erkrankungen wie Krebs oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen ausgeschlossen werden. Dabei ist es wichtig, dass der Arzt dem Patienten glaubhaft vermittelt, dass diese Erkrankungen gezielt ausgeschlossen wurden, und dass dies nicht ein drittes, viertes oder fünftes Mal überprüft werden muss. Denn hat der Patient das Gefühl, nicht ernstgenommen zu werden, wird er einen Arzt nach dem anderen konsultieren – und das passiert beim Reizdarm nicht selten.


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