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Abgesagter Masterplan Joachim Herrmann: Asylstreit geht alle an

Im neu entfachten Flüchtlingsstreit zwischen CDU und CSU fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Möglichkeit, Flüchtlinge unmittelbar an der Grenze abzuweisen.

Stand: 12.06.2018

Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt sagte Innenminister Joachim Herrmann:

"Ich kenne auch namhafte Personen aus der CDU, die sagen, es muss möglich sein, mehr Personen, die kein Recht haben, als Flüchtlinge aufgenommen zu werden, unmittelbar an der Grenze abzuweisen. Das würde die Sache wesentlich vereinfachen und auch umgekehrt die Integration derer, die ein Aufnahmerecht haben, deutlich erleichtern!" Joachim Herrmann

Nach der Absage Horst Seehofers, den Masterplan Migration vorzustellen, sieht Herrmann nicht nur zwischen der Bundeskanzlerin und dem Bundesinnenminister Gesprächsbedarf, sondern auch die CDU / CSU-Bundestagsfraktion in der Pflicht:

"Ich habe nicht von einem Aufstand gesprochen, aber klar ist, dass diese Fragen nicht nur Inhalt eines Zwiegesprächs zwischen Kanzlerin und dem Bundesinnenminister sein können, sondern dass natürlich auch die CDU / CSU Bundestagsfraktion sich mit diesen Themen beschäftigen muss." Joachim Herrmann

Asylstreit geht nicht nur Merkel und Seehofer etwas an

Zur Frage, ob es angesichts der jüngsten Verbrechen ein härteres Asylrecht geben sollte, fordert Joachim Herrmann eine deutliche Differenzierung:

"Wenn sich hier jemand strafbar macht, dann muss er unser Land besonders schnell verlassen. Es ist der deutschen Bevölkerung nicht zumutbar, dass jemand in unser Land kommt, einerseits hier Zuflucht bekommt, gleichzeitig aber in grober Weise gegen unsere Gesetze verstößt. Das ist natürlich nur eine kleine Minderheit der Flüchtlinge, aber es ist eine insofern schon nennenswerte Zahl und insofern muss konsequent gehandelt werden!" Joachim Herrmann


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