Bayern 2

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Bayern 2-Schwerpunkt - Zusammenbruch & Neuanfang Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Im Überblick - aktuelle Sendungen, Gedenktage des Jahres, Zeitzeugen im Gespräch und ein umfassendes Geschichtsarchiv zum Schwerpunkt Drittes Reich und NS-Zeit in Bayern.

Trümmerfrauen und Jugendliche in einer Ruine in Dresden 1946 | Bild: picture-alliance/dpa zum Thema Inszenierte Schwerstarbeit Mythos Trümmerfrauen

Sie prägen unsere Erinnerung an die Nachkriegszeit in Deutschland - die Trümmerfrauen, die in mühevoller Arbeit den Schutt beseitigen, den der Krieg hinterlassen hat. Doch bei näherer Betrachtung erweist sich das Bild als Mythos. [mehr]

Amerikanische Truppen marschieren im März 1945 in Köln ein | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Deutscher Kahlschlag? Mythos "Stunde Null"

Im aktuellen Gedenken zu 70 Jahren Kriegsende ist auch ein alter Topos wieder in Umlauf: die Rede von der "Stunde Null". Sie suggeriert einen absoluten Neuanfang, den es so nicht gegeben hat - und wurde von Künstlern früh hinterfragt. [mehr]

Kurator Jens Wehner steht am 14.12.2012 zwischen Geschützen und unter einem russischen Kriegsflugzeug in der neuen Sonderausstellung «Stalingrad» im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden  | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Stalingrad Im kollektiven Gedächtnis der Russen und Deutschen

Wie schauen wir zurück? Und wie die Russen? Für beide Länder spielt Stalingrad, heute Wolgograd, eine wichtige Rolle. Ein radioWelt-Interview mit Jens Wehner vom Militärhistorischen Museum, Dresden. [mehr]

Buchcover "Finale Berlin" von Heinz Rein | Bild: Schöffling& Co, Montage: BR zum Artikel Roman zum Kriegsende "Finale Berlin" von Heinz Rein

"Finale Berlin" von Heinz Rein, ein Roman über die letzten Kriegstage in der Reichshauptstadt, erschien 1947 und wurde ein Bestseller. Nun liegt eine Neuausgabe vor, in den radioTexten sind Auszüge aus dem Roman zu hören. [mehr]

Der wissenschaftliche Direktor und wissenschaftliche Leiter des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden, Dr. Gorch Pieken | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Dresden 1945 Hat die Bombardierung den Krieg verkürzt?

Die Zahl der Toten war lange ein Politikum: Wie viele Menschen kamen beim Luftangriff auf Dresden vor 70 Jahren ums Leben? Die radioWelt spricht mit dem Historiker Gorch Pieken vom Militärhistorischen Museum der Bundeswehr. [mehr]

Ilse Schiborr | Bild: BR/Norbert Joa zum Audio mit Informationen Ilse Schiborr, fränkische Zeitzeugin Erlebte die Bombardierung Würzburgs

In der Nacht des 16. März 1945 muss sie mit ansehen, wie Würzburg zerstört wird - mit Bomben und Feuer. 5.000 Menschen sterben beim Angriff der englischen Piloten. 70 Jahre später erinnert sich Ilse Schiborr noch immer mit Schrecken. [mehr]

20. April 1945: US-Soldaten in Nürnberg | Bild: mauritius-images.com zum Audio Historiker Alexander Schmidt 20. April 1945 - US-Soldaten befreien Nürnberg

Nürnberg war in der NS-Zeit nicht irgendeine Stadt. Hier fanden die Reichsparteitage der NSDAP statt. Vor 70 Jahren haben US-Soldaten die Stadt erobert. Die radioWelt schaut zurück - im Interview mit dem Historiker Alexander Schmidt vom Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. [mehr]

Blick in den Nürnberger Justizpalast während der Eröffnung des Hauptkriegsverbrecherprozesses am 20. November 1945 vor dem Internationalen Militärgerichtshof. | Bild: picture-alliance/dpa zum Thema Die Nürnberger Prozesse Nazi-Kriegsverbrecher vor Gericht

Nach dem Grauen des Zweiten Weltkriegs kam der Versuch, die Vergehen des NS-Regimes juristisch aufzuarbeiten: Bei den Nürnberger Prozessen mussten sich erstmals in der Geschichte Kriegsverbrecher vor einem Gericht verantworten. [mehr]

Karl Dönitz, Hermann Göring, Rudolf Heß auf der Anklagebank bei den Nürnberger Prozessen | Bild: picture-alliance/dpa zum Thema Dossier 70 Jahre Nürnberger Prozesse Abrechnung mit dem Nazi-Regime

Vor 70 Jahren gingen die Nürnberger Prozesse in die Geschichte ein: Es war das erste Mal, dass sich führende Vertreter eines Regimes für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten mussten. Zeitzeugen erinnern sich. [mehr]

Hakenkreuz | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Retterinnen ohne Ruhm Zivilcourage im Nationalsozialismus

Die Berliner Prostituierte Hedwig Porschütz ist eine stille Heldin. Sie hat Juden versteckt und getan, was sie konnte, um sie vor der Deportation zu retten. Dafür kam sie eineinhalb Jahre ins Zuchthaus. Geehrt wurden diese Heldinnen des Alltags in der neuen Bundesrepublik aber nicht. [mehr]

Bayerischer Ministerpräsident a.D. Wilhelm Hoegner | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Wilhelm Hoegner Ministerpräsident auf Befehl

Vorbild für das Grundgesetz ist die bayerische Verfassung, als deren Vater Wilhelm Hoegner gilt. Bereits in der Weimarer Republik machte sich der Sozialdemokrat einen Namen - unter anderem durch seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. [mehr]

  Historische chemische Reagenzien der IG Farben aus den 1930er Jahren | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Der Prozess gegen die IG-Farben "Wir waren weniger als Sklaven"

Am 20. November 1952 begann vor dem Landgericht Frankfurt a. M. die Zeugenvernehmung im Prozess gegen die I.G. Farben. Das ehemals größte Chemieunternehmen der Welt hatte in Auschwitz Häftlinge für sich arbeiten lassen. [mehr]

Gerhard Wiese | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio mit Informationen Auschwitz-Prozess Gerhard Wiese, Oberstaatsanwalt

Er war der Oberstaatsanwalt im Auschwitz-Prozess: Gerhard Wiese blickte in den 1960er Jahren dem Grauen ins Gesicht. Im Spielfilm "Labyrinth des Schweigens" wurde seine Bedeutung im größten Gerichtsverfahren der Bundesrepublik gewürdigt. [mehr]

Gedenkstätte KZ Auschwitz | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Die sogenannte "Auschwitzlüge" Über eine dreiste Geschichtsfälschung

Noch als die Vernichtung der Juden in vollem Gange war, versuchten die Nationalsozialisten, ihre Verbrechen zu vertuschen. Nach dem Sieg über Nazi-Deutschland wurde das Ausmaß des Massenmords offenbar. [mehr]

Gisela Heidenreich als Kind | Bild: Gisela Heidenreich zum Audio mit Informationen Die schwarze Mappe 1) Das norwegische Waisenkind

Ihre persönliche Geschichte ist ein Teil der deutschen Geschichte: Gisela Heidenreich, geboren in Norwegen, hat die ersten Lebensmonate in einem "Lebensborn"-Heim zugebracht. In der Schule wird sie verspottet, weil sie nicht weiß, wie ihr Vater heißt. Doch Gisela Heidenreich erkämpft sich ihre Vergangenheit. [mehr]

Emilie Edelmann - Mutter von Gisela Heidenreich | Bild: Gisela Heidenreich zum Audio mit Informationen Die schwarze Mappe 2) Zeugin in Nürnberg 1947/48

Ihre Lebensgeschichte ist ein Teil der deutschen Geschichte: Gisela Heidenreich, verbrachte die ersten Lebensmonate in einem "Lebensborn"-Heim. - Die 2. Folge einer Geschichte in drei Teilen über die langsame Entdeckung der eigenen Biographie, über verdrängte Schuld und die Schatten der Vergangenheit. [mehr]

(v. l.) Horst Wagner, Joachim v. Ribbentrop, Adolf Hitler | Bild: Gisela Heidenreich zum Audio mit Informationen Die schwarze Mappe 3) Der Diplomat als Täter

Dritte und letzte Folge von Gisela Heidenreichs Geschichte über die Entdeckung der eigenen Biographie, über verdrängte Schuld und die Schatten der Vergangenheit. Es geht um die fatale Liebesbeziehung ihrer Mutter Emilie Edelmann mit dem Nazi-Diplomaten Horst Wagner. [mehr]

Eine Besucherin in der Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Urlaub beim Führer Tourismus auf dem Obersalzberg

Nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler stürmten die Menschen geradezu den Obersalzberg bei Berchtesgaden. Bis heute ist die Frage, wie man die Überreste der NS-Machtzentrale präsentiert, Gegenstand kontroverser Debatten. [mehr]

Volkhard Knigge, Leiter der Gedenkstätte Buchenwald | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Volkhard Knigge, KZ-Gedenkstätte Buchenwald Abschied von den Zeitzeugen

Es werden immer weniger: Die Zeitzeugen prägen den Alltag der Gedenkstätten schon lange nicht mehr, sagt Volkhard Knigge, Leiter der KZ-Gedenkstätte Buchenwald. Wie schaut die Erinnerungsarbeit der Zukunft aus? Ein radioWelt-Interview anlässlich der Befreiung am 11. April vor 70 Jahren. [mehr]

Münchner winken den GIs auf einem Panzer zu | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Kriegsende 1945 | Befreiung Bayerns (1) Die Befreiung Bayerns

Mit dem etappenweisen Vormarsch der US-Armee im April und Mai 1945 endet die Nazi-Herrschaft auch in Bayern - die GIs erobern und befreien symbolträchtige Ziele: München, Nürnberg, den Obersalzberg, das KZ Dachau. Von Ernst Eisenbichler [mehr]