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Impfstress vermeiden Ein kurzer Pieks

Eine der wichtigsten Voraussetzungen beim Impfen: Das Kind muss gesund sein. Wenn das Immunsystem gerade mit einer Erkältung oder ähnlichem beschäftigt ist, dann kann die Injektion der Impfstoffe eine Überlastung bedeuten und zur Erkrankung führen. Eine laufende Nase ist jedoch kein Impfhindernis.

Stand: 29.05.2018

Säugling bekommt eine Impfspritze | Bild: picture-alliance/dpa

Keine Pflicht, aber eine Verantwortung

In Deutschland muss niemand seine Kinder impfen lassen. Aber egal wie die Entscheidung ausfällt, müssen die Folgen bedacht werden. Eltern tragen die Verantwortung für ihre Kinder. Entscheiden sie sich gegen eine Impfung, bedeutet das eine erhöhte Ansteckungsgefahr, gerade im Kontakt mit Gleichaltrigen.

Tipp: Ruhe

Lassen Eltern ihr Kind impfen, sollten sie am Tag des Impftermins auf einen ruhigen, stressfreien Ablauf achten.

Keine Party

Nach der Impfung braucht ein Säugling Ruhe in gewohnter, vertrauter Umgebung.

Wenn ein Säugling die Impfspritze bekommen hat, ist er zunächst irritiert. Der Einstich schmerzt – und darüber hinaus beginnt der Körper zu arbeiten. Das Baby fühlt sich in etwa so wie bei einer schweren Erkältung: matt, müde und quengelig. Eine erhöhte Temperatur von etwa 38,5°C ist völlig normal. Daher ist es wichtig, auf ein möglichst ruhiges und vor allem gewohntes Umfeld zu achten. Sprich: an diesem Abend vielleicht lieber nicht zur Geburtstagsparty des Nachbarn gehen, auch wenn das Baby sonst nebenbei ruhig schläft.

"Ich versuche eine Impfung so schnell und optimal wie möglich zu machen. Das heißt: Ich impfe das Kind, und wenn wir fertig sind, kriegt die Mutter es in den Arm und spricht mit ihm. Durch Ansprache, Augen- und Körperkontakt wird das Bindungssystem aktiviert, damit das Kind weiß, jetzt bin ich bei der Mama, jetzt kann nichts mehr passieren."

Dr. Gunhild Kilian-Kornell


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