Bayern 2


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Immer mehr Masern-Fälle Brauchen wir eine Impfpflicht?

Sollte eine Masern-Impfung für Kinder verpflichtend sein? Lässt sich ein Zwang zur Impfung überhaupt durchsetzen - auch wenn sie aus medizinischen Gründen sinnvoll erscheint?

Stand: 15.04.2019

Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wollen eine Masern-Impfpflicht einführen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und SPD-Chefin Andrea Nahles begrüßen die Entscheidung. Auch in Bayern gibt es Stimmen für eine Masern-Impfpflicht: Die FDP ist dafür. Die Staatsregierung ist aber skeptisch. CSU-Chef Markus Söder wirbt für freiwillige Impfungen.

Im letzten Jahr sind in Bayern 108 Kinder und Erwachsene an Masern erkrankt. Bundesweit waren es laut Robert-Koch-Institut 543. Seit Anfang des Jahres gab es in Bayern 34 Masernfälle.

Das Tagesgespräch auf Bayern 2 und in ARD-alpha hat gefragt: Brauchen wir eine Impfpflicht? Was meinen Sie? Zu Gast bei Moderatorin Stephanie Heinzeller war Prof. Dr. Oliver Razum, Dekan der Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld.

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Kurz erklärt: Was sind Masern?

Masern sind eine Viruserkrankung, die schneller übertragen wird als etwa die Grippe oder Ebola. Wenn ein Infizierter niest oder hustet, bleiben die Viren noch zwei Stunden aktiv. Eine Infektion kann also noch erfolgen, wenn gar kein Infizierter mehr im Raum ist. Die Krankheit äußert sich mit hohem Fieber und später dann mit rotem Hautausschlag. Zudem können lebensgefährliche Komplikationen wie eine Lungenentzündung oder eine Hirnhautentzündung auftreten, insbesondere bei ohnehin abwehrgeschwächten Menschen wie Säuglingen oder Senioren.


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