Bayern 2


21

Im Namen der Namen Da Sepp hoast jetz Tschusäppe

Jedes Kind wird beim Namen genannt, jeder Name wirkt identitätsstiftend. Aber wer ist nun besser dran: die Marie oder die Mandy, der Max oder der Kevin? Ein Hörstück über Bedeutung und Bürde des Vornamens.

Von: Thomas Kernert

Stand: 12.07.2018

Welchen "inneren" Gesetzen folgt die Namenswahl? Welchen gesellschaftlichen, ethnischen, kulturellen, politischen und/oder religiösen Einflüssen ist sie ausgesetzt? Wann sind welche Vornamen populär? Wo sind welche Vornamen populär? Gibt es spezifische "Stadt"- und "Land"-Namen? Welche Auswirkungen haben sie auf die spätere Entwicklung der Kinder? Trifft es zu, dass der Vorname eines Kindes ziemlich genaue Rückschlüsse auf die Herkunft, die Gesellschaftsschicht, ja sogar auf die Bildung zulässt? Ist ein Konstantin gebildeter als ein Kevin? Und was ist mit Mohamed los? Warum assoziiert man gerade im Zusammenhang mit Vornamen so schnell und oftmals so himmelschreiend ungerecht? Weil sie, die Vornamen, keine fest definierten lexikalischen Bedeutungen besitzen, dafür aber sehr aggressive, subkutane "Bedeutsamkeiten"?

All diese Fragen münden in die Frage aller Fragen: Warum heißen alle Bayern Maria, Vroni oder Sepp?

Autor

Thomas Kernert wurde 1956 in München geboren und studierte Philosophie und Geschichte. Seit 1984 ist er freier Autor für Hörfunk und Printmedien. Er lebt in Puchheim bei München.

Redaktion: Peter Giesecke
Technik: Christiane Gerheuser-Kamp
Produktion: BR 2018


21