Bayern 2


4

Brenner-Gipfel Ilse Aigner: "Verlagerung auf die Schiene ist unser Ziel"

Stau durch die Blockabfertigung für Lkw am Brenner. Tirol will den Lkw-Verkehr nach Süden - vor allem nach Italien - regulieren und, wenn möglich, begrenzen: Die Folge: lange Rückstaus in Bayern.

Stand: 12.06.2018

Die bayerische Verkehrsministerin Ilse Aigner setzt im Vorfeld des zweiten Brenner-Gipfels auf gemeinsame Lösungen, um die Probleme beim Brenner-Transitverkehr zu lösen. Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt sagte Aigner:

"Ich plädiere dafür, dass man miteinander redet. Deshalb treffen wir uns heute auch in Bozen. Wir müssen gemeinsame Lösungen finden. Und die können nur dadurch gelingen, mehr auf die Schiene zu legen." Ilse Aigner

"Gemeinsame Lösungen" beim Brenner-Gipfel

Vor allem beim Thema Blockabfertigungen hofft die bayerische Verkehrsministerin auf Kompromissbereitschaft:

"Ich werde dafür werben, dass wir nicht gegeneinander arbeiten, so wie jetzt bei diesen Blockabfertigungen. [...] Für die Tiroler Seite kann ich das nachvollziehen, aber es hat natürlich auch massive Auswirkungen auf die bayerische Seite - bis auf die Salzburger Autobahn gibt es teilweise Rückstaus. Und deshalb glaube ich, wir brauchen wirklich gemeinsame Lösungen für die bayerische, aber auch für die Tiroler und Südtiroler Anlieger." Ilse Aigner

Als Lösung, um den zunehmenden Transitverkehr über den Brenner zu entlasten, sieht Ilse Aigner nur eine Möglichkeit:

"Für die mittelfristige Entlastung und auch kurzfristig ist eine Verlagerung auf die Schiene unser Ziel. Der Transit ist einfach notwendig auch für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Italien, Österreich und Deutschland. Und da brauchen wir Lösungen auch auf der Schiene." Ilse Aigner


4