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Alzheimer-Demenz Hilfe bei "Alzheimer"

Trotz steigender Lebenserwartung sinkt der Anteil der Dementen pro Altersstufe - weil wir immer länger gesund bleiben. Ein Drittel der Menschen in der westlichen Welt stirbt mit - nicht an! - einer Demenz.

Stand: 13.09.2018

Morbus Alzheimer: Die Medizin erkennt immer mehr Risikofaktoren und versteht die Krankheitsmechanismen immer besser - im Bild: Missmutiger, nachdenklicher älterer Mann | Bild: Image Source

Wissensstand

Die Medizin erkennt immer mehr Risikofaktoren und versteht die Krankheitsmechanismen immer besser. Derzeit sind manche Risikofaktoren (Depression, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Diabetes mellitus, Übergewicht, Bewegungsmangel) erfolgreich und frühzeitig zu behandeln. Hat sich jedoch eine Alzheimer-Demenz entwickelt, werden auch in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich keine Wundermittel zur Verfügung stehen.

Pflege ist zeitaufwändig und kostspielig

Die Pflege der Patienten bleibt von größter Bedeutung und ist gleichzeitig am teuersten: Sie kostet Zeit und mitunter die Nerven der Angehörigen. Durch symptomatisch wirksame Medikamente - sogenannte Antidementiva - kann sie etwas erleichtert werden. Vielfach werden aber Beruhigungsmittel eingesetzt, die zwar für rasche, aber nur kurze und komplikationsreiche Betäubung sorgen. Die "nicht-pharmakologischen" Behandlungs- und Unterstützungsverfahren einschließlich der Psycho-, Sozio-, Ergo-, Kunsttherapie und vielen anderen im weitesten Sinne pflegerischen Methoden sind bisher nicht mit der gleichen wissenschaftlichen Konsequenz untersucht wie die verhältnismäßig einfach zu untersuchenden medikamentösen Behandlungsverfahren.

Hilfe für Angehörige

Angehörige und Pflegende können sich an Fachstellen wenden, um Hilfe und Rat zu bekommen. Eine Auflistung von bayernweiten Fachstellen und Betreuungsgruppen finden Sie auf den Internetseiten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.


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