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Unter der Lupe Hautveränderungen beobachten

Die meisten Hautkrebsformen haben eine gute Prognose, wenn sie möglichst früh diagnostiziert werden. Zu schweren Verläufen kommt es oft nur dann, wenn Patienten zu spät zum Hautarzt kommen.

Stand: 18.02.2019

Hautarzt untersucht mit einer Lupe die Hand eines Patientin. | Bild: picture-alliance/dpa

Auch ein malignes Melanom ist im Frühstadium mit hoher Wahrscheinlichkeit heilbar. Aber: Alle Arten von Hautkrebs können, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden, auch tödlich verlaufen. Unter den zahlreichen verschiedenen gutartigen und den selteneren bösartigen Hauttumoren gibt es im wesentlichen drei Arten von bösartigem Hautkrebs:

Bösartiger Hautkrebs

  • Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom)
  • Weißer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Stachelzellkrebs)
  • Roter Hautkrebs (Kutanes malignes Lymphom)

Die A-B-C-D-E-Regel

Die Kriterien bei der Bewertung von Pigmentmalen (im Volksmund auch "Leberfleck“ oder "Muttermal“ genannt) reichen von A bis E. Je mehr dieser Kriterien vorliegen, desto wahrscheinlicher ist, dass es sich bei einer Hautveränderung um ein malignes Melanom, den schwarzen Hautkrebs, handelt.

Kriterien für einen Melanom-Verdacht
  Die A-B-C-D-E-Regel
AAsymmetrieMan kann keine spiegelbildliche Achse durch die Hautveränderung legen.
B    BegrenzungUnregelmäßig mit (blassen) Ausläufern
CColoritUneinheitliche Pigmentierung - neben braunen und schwarzen Farbtönen finden sich auch graue, weiße oder rötliche Einsprengungen.
DDurchmesserDie meisten bösartigen Hautveränderungen haben einen Durchmesser von über fünf Millimetern.
EEntwicklungVeränderung eines Pigmentmals innerhalb der letzten drei Monate.

Es gibt allerdings auch seltene Formen des malignen Melanoms, für die die A-B-C-D-E-Regel nur bedingt anwendbar sind: Diese Formen betreffen die Schleimhäute, den Mund, aber auch den Genital- und Analbereich sowie die Handflächen, die Fußsohlen und die Nägel. Und: Es gibt Hautkrebsarten, die optisch überhaupt keine Verwandtschaft zu "Leberflecken“ oder "Muttermalen“ haben: den weißen und den roten Hautkrebs.

Juckreiz, Blut und Krusten

Weißer Hautkrebs
beginnt oft als raue Stelle, die sich nicht einfach abkratzen lässt (aktinische Keratose), oder als Kruste, die immer wieder entsteht. Aus einer Vorstufe (aktinische Keratose) von Hautkrebs kann sich ein Spinozelluläres Karzinom entwickeln (Stachelzellkrebs).

Roter Hautkrebs
kann im Anfangsstadium einem Ekzem ähneln. Charakteristisch ist, dass die Hautveränderung nicht verschwindet, sondern an der gleichen Stelle konstant über viele Monate bleibt, auch unter anti-entzündlicher Therapie.


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