Bayern 2


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Bayern 2 präsentiert Hafensommer Würzburg 2018

Der Hafensommer Würzburg wartet 2018 erneut mit einer langen Liste an nationalen und internationalen KünstlerInnen auf. Live auf der Bühne u. a.: Gisbert zu Knyphausen, Fink, Andreas Kümmert, Olli Schulz, Till Brönner, Fiva x JRBB, und Asaf Avidan.

Von: Bernhard Jugel

Stand: 03.05.2018

Hafensommer Würzburg | Bild: Kilian Schick

03 August

Freitag, 03. August 2018, 20:30 Uhr

AUSVERKAUFT! - Till Brönner (Würzburg, Am alten Hafen)

04 August

Samstag, 04. August 2018, 20:30 Uhr

Fink (Würzburg, Am alten Hafen)

05 August

Sonntag, 05. August 2018, 20:30 Uhr

Meute (Würzburg, Am alten Hafen)

Auch dieses Jahr bietet das Programm eine breite Pallette unterschiedlicher Stile und Genres: Weltmusik, Jazz, Pop, Singer-Songwriter - und einen spannenden Mix aus renommierten Namen und Neuentdeckungen.

Zu den bekanntesten Künstlern zählt zweifellos Olli Schulz. In den letzten Jahren ist er immer wieder in Radiosendungen und TV-Shows von Jan Böhmermann oder Joko und Klaas präsent, außerdem war er mit seinen beiden letzten Alben in den Top Ten der deutschen Charts. Kritiker bescheinigen ihm, dass er nicht nur perfekt den Blödelbarden geben kann, sondern auch tiefschürfende, anspruchsvolle Songs in petto hat. Sein Auftritt beim Hafensommer dürfte also für Überraschungen gut sein.

Ähnliches gilt für Gisbert zu Knyphausen, der zu Beginn seiner Karriere als Reinkarnation des deutschen Liedermachers gepriesen wurde, sich aber inzwischen zu einem originellen Sänger und Komponisten entwickelt hat, der mit seiner Band Folk-, Country- und Jazz-Elemente in seine Lieder integriert und neuerdings auch gerne mal richtig rockt.

Zwei Ereignisse haben dem unterfränkischen Lokalmatador Andreas Kümmert zu nationaler Berühmtheit verholfen: sein Sieg bei der Castingshow "Voice Of Germany" im Jahr 2013 und sein Verzicht auf die Teilname am Eurovision Song Contest 2015 trotz des haushoch gewonnenen Vorentscheids. Kümmerts Wurzeln liegen im Blues und im Rock der 1960er und 70er Jahre, auf seinem neuen Album "Lost And Found" singt er mit seiner unglaublich ausdrucksvollen Stimme aber auch Neo-Soul und Gospel.

Der britischen Singer-Songwriter Finian Paul Greenall hat als DJ und Produzent elektronischer Musik angefangen, spielt seit Mitte der 2000er Jahre aber eine eigenwillige Mischung aus Folk-Pop, Indie-Rock und Blues. Sein Spitzname Fink ist inzwischen der Bandname eines Trios, mit dem er bisher nicht nur acht Alben aufgenommen, sondern sich dank ständiger Tourneen und großartiger Live-Auftritte auch eine treue Fangemeinde erspielt hat.

Tel Aviv

Der israelische Sänger Asaf Avidan hat seine Popularität dem deutschen DJ Wankelmut zu verdanken. Dessen Remix seines "Reckoning Song" war 2012 ein europaweiter Nummer-1-Hit. Außer in seiner Heimat ist Avidan vor allem in Frankreich sehr populär. Eine ausgedehnte Solo-Tour im Sommer, bei der er vor allem die Songs seines aktuellen Albums "The Study Of Falling" vorstellen wird, führt den Singer-Songwriter mit der hohen, heiseren Stimme auch auf die schwimmende Bühne im Würzburgen Hafen.

Mehr Musik aus Israel wird beim Themenabend "Tel Aviv" zu erleben sein: mit dem Duo JonZ, bestehend aus Sängerin Jenia Vasilenko und Gitarrist Yoav Or, das zeitlosen Folk mit moderner Elektronik verbindet; mit der sechsköpfigen, zur Hälfte weiblich besetzten Band theAngelcy um den Singer-Songwriter Rotem Bar Or, dessen melancholischer Folk-Pop mittlerweile auch international erfolgreich ist; mit der international besetzten Lucille Crew, die eine äußerst tanzbare Fusion aus rauem Hip-Hop und bläsergetriebenem Soul kreiert hat.

Sixteen Strings

Ein weiterer Themenabend unter dem Motto "Sixteen Strings" bringt tatsächlich Musik auf 16 Saiten auf die Bühne. Zwölf davon werden von dem Duo Opal Ocean gespielt. Der Franzose Alex Champ und der Neuseeländer Nadav Tabak zaubern eine wilde Fusion aus Flamenco, Rumba und Acoustic Metal auf die Bühne und benutzen dabei ihre Gitarren immer wieder mal als Perkussionsinstrumente. Die fehlenden vier Saiten sind auf der Bassgitarre der 21-jährigen Kinga Głyk aufgespannt, die in ihrer Heimat Polen als weibliche Nachfolgerin des legendären Jazzbassisten Jaco Pastorius und als Königin des Fusion-Sounds gilt. International bekannt wurde sie durch ein Youtube-Video mit ihrer Bassversion des Eric-Clapton-Songs "Tears In Heaven".

Weltmusik

Weltmusik ist schon immer einer der Schwerpunkte beim Hafensommer. Ein Doppelkonzert stellt zwei junge südamerikanische Sängerinnen vor, die zwar beide ihre Wahlheimat in Paris gefunden haben, sich in ihrem musikalischen Schaffen aber stark an den Traditionen ihrer Heimat orientieren. Flavia Coelho stammt aus Brasilien und verbindet in ihren Liedern den wehmütigen Gesang der Samba und des Bossa Nova mit federleichten Reggae-Rhythmen. Die aus Argentinien stammende Natalia Doco dagegen schafft es, in ihren Liedern die Cumbia-Tradition der Anden mit der Leichtigkeit französischer Chansons, aber auch mit schweren Rock-Rhythmen zu kombinieren.

Ähnlich exzentrisch und weltläufig ist die Musikmischung der Combo Les Yeux D'La Tête, die vor zwölf Jahren in Paris gegründet wurde. Zwischen Swing, Chanson, Rock'n'Roll und Balkanbeats oszilliert ihr Stil, der ihre Konzerte und Festivalauftritte regelmäßig in spontane Partys verwandelt.

Blech & Elektronik

Till Brönner ist ohne Zweifel der auch international "bekannteste Trompeter Deutschlands", spätestens seit er 2016 als einziger Jazzer aus dem deutschsprachigen Raum von Barack Obama ins Weiße Haus eingeladen wurde - um mit 45 anderen Legenden den International Jazz Day zu feiern. Beim Hafensommer wird sich Brönner mit einem hochkarätig besetzten Septett vor allem Standards aus dem American Songbook widmen, so wie auf seinem bisher erfolgreichsten Album "The Good Life".

Etwas mehr zeitgemäße Rhythmik verspricht - trotz vieler Jazzanteile - der Auftritt von Fiva x JRBB. Fiva, mit bürgerlichem Namen Nina Sonnenberg und auch als Radio- und Fernsehmoderatorin bekannt, ist eine der erfolgreichsten deutschen Rapperinen. Hinter dem Kürzel JRBB verbrigt sich die Münchner Jazzrausch Bigband, die einzige Bigband, die es schafft, Hausband in einem Techno-Club zu werden. Die gemeinsamen Konzerte sind legendär - ein Ohrenschmaus für Hip-Hop-Fans und Jazzfreunde gleichermaßen.

Als eine Art digitales Ein-Mann-Orchester macht in den letzten Jahren der Australier Banjamin Stanford alias Dub FX von sich reden. Mit Hilfe einer Loop-Station und vieler Effektgeräte erzeugt der ehemalige Straßenkünstler fast alle Klänge, die er für sein Konzertprogramm benötigt, auf der Bühne selbst. Der Sänger, Rapper und Beatboxer bewegt sich dabei souverän zwischen Dancehall, Dubstep und Drum'n'Bass.

Wie Blasmusik heutzutage klingen kann, das demonstriert zum Ausklang des Festivals die Hamburger Bigband Meute. Mit rein akustischen Instrumenten wie Tuba, Trompete, Posaune, Saxophon, Schlagwerk und Marimba verpassen sie Gassenhauern der Clubmusik den Klang klassischer Marching Bands. Da wird Techno dann tatsächlich "mit Pauken und Trompeten" gespielt.

Ticketinfo

Tickets für das Festival gibt es im Studio Franken-Shop unter 0911/6550-19270 bzw. E-Mail: studiofranken.shop@br.de


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