Bayern 2


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Atmen und Atemnot

Von: Veronika Wawatschek

Stand: 17.06.2019

Silhouette eines jungen Mannes, auf der graphisch seine oberen Atemwege und die Lungenflügel hervorgehoben sind. | Bild: picture-alliance/dpa

Atmen – das geht eigentlich ganz von allein, der Mensch muss seinen Körper dazu nicht steuern. Und doch kann er die Atmung gezielt beeinflussen. Atemnot kann allerdings ganz unterschiedliche Gründe haben – und hat nur selten etwas mit Sauerstoffmangel zu tun.

Experte:

Prof. Dr. med. Jürgen Behr, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik V des LMU-Universitätsklinikums München und Lehrstuhlinhaber für Innere Medizin/Pneumologie an der LMU, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Ärztlicher Direktor der Asklepios Fachkliniken München Gauting, Vorstand Stiftung AtemWeg

Etwa 50 Mal in der Minute holen Säuglinge in der Minute Luft, Erwachsene mit voll ausgebildeter Lunge nur etwa 15 Mal. Die Lunge versorgt uns durch die Atmung mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff. Ein Prozess, den der Mensch nicht lernen muss, den er aber – anders als das Kreislaufsystem – willentlich steuern kann. Atemnot kann psychisch bedingt sein, kann aber auch sehr unterschiedliche medizinische Ursachen haben. Sie herauszufinden ist der erste Schritt für eine gelungene Therapie der Atemnot.

Dem Text liegt ein Interview mit Prof. Dr. med. Jürgen Behr zugrunde, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik V des LMU-Universitätsklinikums München und Lehrstuhlinhaber für Innere Medizin/Pneumologie an der LMU, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Ärztlicher Direktor der Asklepios Fachkliniken München Gauting, Vorstand Stiftung AtemWeg.

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