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Prävention durch PRM Gegen die Folgen von Alter und ungesundem Lebensstil

Kernaufgabe der PRM ist die Prävention und Behandlung von Osteoporose, Arthrose und Schmerzen am Bewegungsapparat. Mit einem entscheidenden Ziel: Mehr Lebensqualität.

Von: Johannes von Creytz

Stand: 14.12.2017

Frau macht die Yogapose ''Der Krieger III''. | Bild: picture-alliance/dpa

Osteoporose-Patienten zum Beispiel haben einen Mangel an Mineralsalzen in den Knochen. Mineralsalze sollten normalerweise etwa zwei Drittel einer gesunden Knochensubstanz ausmachen. Calcium, Phosphor, Magnesium, Kalium und Silizium, um nur einige Stoffe zu nennen, sorgen in Verbindung mit Hormonen und Vitaminen für Knochenaufbau, Regeneration und Elastizität des Bewegungsapparates. Die kontinuierliche Druck- und Zug-Beanspruchung des Skelettes durch Muskeln, Sehnen und Erschütterungen regt zudem knochenaufbauende Zellen an.

"Bewegung hat einen Knochen aufbauenden Effekt. Muskeln sind am Knochen verankert, und im Knochen sind Rezeptoren, die auf Zug, Druck und Torsions(= Dreh-)bewegungen reagieren. Durch Bewegung im Wasser, wie auch Krankengymnastik an Fitnessgeräten, aber auch bei normaler Gruppengymnastik."

Dr. med. Stephanie Rarack, Ärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin

Aufgabe der physikalischen Medizin ist es, mit der richtigen Mischung aus Medikamenten, körperlichem Training und gegebenenfalls einer Umstellung der Ernährung, Knochenstrukturen zu erhalten oder neu aufzubauen. Trainingsgruppen gibt es für jedes Leistungsniveau: vom Bergwandern bis zur Gymnastik im Sitzen auf dem Hocker.

Weitere Sportarten, die Knochen stabil halten, sowie Kondition und Koordination trainieren:

  • Wandern
  • Walking
  • Rückengerechte Gymnastik
  • QiGong
  • Tai Chi
  • Tanzen

Beispiel: Arthrose

Bei Arthrose verleiden schmerzende Gelenke jede Lust zur Bewegung. Patienten geraten dabei aber leicht in einen Teufelskreis. Die betroffenen Gelenke versteifen zusätzlich, und Muskeln, die das Skelett stabilisieren können, werden abgebaut. Spezielle gymnastische Übungen und Trainingsgruppen unter Aufsicht eines PRM Arztes helfen, diese Abwärtsspirale zu stoppen - in Verbindung mit einer Schmerztherapie natürlich weitgehend schmerzfrei.

"Bei Arthrose ist Wassergymnastik super. Bewegung im warmen Wasser, unter Reduktion der Schwerkraft tut den Patienten gut."

Dr. med. Stephanie Rarack, Ärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin

Beispiel: Schmerz durch Blockaden und Schonhaltungen

Verständlicherweise versuchen die meisten Menschen, schmerzhafte Stellen ruhig zu halten. Damit wird aber der Schmerz häufig nur verlagert.

"Bewegung tut gut, weil die beteiligten Muskelgruppen in einer Balance zueinander bleiben. Eine Schonhaltung z.B. bei Rückenschmerzen erzeugt hingegen Verspannungen einzelner Muskeln und führt damit zur Schmerzverstärkung."

Dr. med. Stephanie Rarack, Ärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin

Gegen die Folgen der Schonhaltung

Deshalb wird in der physikalischen Therapie zunächst mit Medikamenten die Schmerzschwelle gesenkt und dann versucht, die Patienten möglichst schnell wieder in die Bewegung und damit in ein physiologisches Gleichgewicht zu bringen. Anschließend können Muskeln trainiert werden, die sich nach langer Zeit in Schonhaltung zurückgebildet haben. Und noch eine weitere schmerzlindernde Wirkung kann Bewegung haben:

"Über Ausdauertraining kann man auch seine körpereigenen Endorphine aktivieren, dass weiß man ja von Marathonläufern, die laufen obwohl sie sich ein Schienbein gebrochen haben und das erst merken, wenn alles wieder heruntersackt."

Dr. med. Stephanie Rarack, Ärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin


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