Bayern 2


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Von Frischkäse und Heumilchkäse Käse-Herstellung in Bayern

In Deutschland gibt es viele hundert Sorten Käse. Das Image des deutschen Käses war dennoch lange Jahre nicht allzu gut: Industriekäse, Massenware, wenig Käse mit Charakter - so lautete die Kritik. Doch das hat sich geändert.

Von: Jutta Schilcher, Landwirtschaft und Umwelt

Stand: 28.03.2019

Über eine Million Tonnen Käse werden jährlich in Bayern hergestellt - wenn man alle Sorten inklusive Schmelzkäse mitrechnet. Käse - das ist aus Sicht der bayerischen Milchwirtschaft inzwischen ein "Exportschlager". Mit 335.000 Tonnen hat Frischkäse daran den größten Anteil. Allein 90.000 Tonnen Frischkäse und Quark kommen jedes Jahr aus Buchloe, von den Karwendel-Werken. Bauern aus der Region liefern hier die Milch.

 Spezialität Heumilchkäse

Käser-/Molkerei-Meister Johannes Friedberger muss sich dagegen seine Milch selbst holen. Wenn er früh um halb sieben im Ostallgäu unterwegs ist, lässt er allerdings viele Bauernhöfe links liegen, weil deren Kühe mit Silage gefüttert werden. Silage ist Futter, das durch Gärung haltbar gemacht wurde - wie Sauerkraut. Johannes Friedberger verarbeitet in seiner kleinen Käserei in Frankenhofen aber ausschließlich Milch von Kühen, die mit Heu gefüttert werden.

"Das ist - sage ich mal - die beste Qualität an Rohstoff, die man haben kann."

Johannes Friedberger

Käser Johannes Friedberger macht ausschließlich Bio-Heumilchkäse. Er hat eine EU-Bio-Zertifizierung, sein Milch-Lieferant ist ein Demeter-Betrieb, auf dem die Kühe auch noch Hörner haben. Auch wenn große Molkereien und Lebensmittelkonzerne den meisten Käse herstellen - viele Kleine wie Johannes Friedberger scheinen ihre Nische gefunden zu haben.

Programmtipp!

Ein Porträt von Johannes Friedberger und wie er Käse herstellt, zeigt Unser Land im Bayerischen Fernsehen am 29.03.19


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