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Typ-2-Diabetes - und jetzt? Erste Schritte nach der Diagnose

Einiges kann der Patient mit Diabetes Typ 2 selbst beeinflussen, doch meist muss er auch ein Leben lang Medikamente nehmen.

Von: Katharina Hübel

Stand: 05.02.2019

Mann beim Wanderausflug mit Apfel | Bild: Image Source

Manches hat der Patient mit Diabetes Typ 2 selbst in der Hand. Er kann seinen Lebensstil ändern, er hat Einfluss darauf, was er isst und wie viel er sich bewegt. Doch oft reicht das nicht aus. Die richtigen Medikamente sollen helfen, den Blutzucker stabil zu halten und Spätfolgen zu verhindern.

Gruppenschulung

"Es ist pädagogisch ein anderes Erlebnis, als wenn ich mir selbst etwas im Internet anlese. Das macht man nicht so konsequent, es fehlt das Feedback. In der Gruppenschulung wird vertieft, was ich im Erstgespräch schon erläutere, dass jetzt die Ernährungsumstellung wichtig ist, und dass der Patient sich intensiver bewegt. Je nachdem wie die Zuckerwerte sind, gibt man gleich ein Medikament oder wartet erstmal bis zu drei Monate den Erfolg der ersten Maßnahmen ab."

Dr. Arthur Grünerbel, Vorsitzender Fachkommission Diabetes Bayern

Diabetikerprodukte?

So genannte Diabetikerprodukte sind nicht empfehlenswert, da sie falsche Fette und Zuckeraustauschstoffe beinhalten, die Durchfall verursachen können; außerdem Zuckeraustauschstoffe, die langfristig im Körper zu Glucose abgebaut werden.

Mediterrane Kost

Gesunde mediterrane Kost ist sinnvoll. Wobei damit nicht die Riesenpizza oder der tägliche Topf Spaghetti gemeint sind, sondern viel Gemüse, Ballaststoffe, Fisch. Zucker kann in dem ein oder anderen Produkt durchaus enthalten sein, aber auf keinen Fall sollte ein Diabetiker zuckerhaltige Getränke zu sich nehmen, denn sie schicken den Zucker direkt ins Blut. Auch der Konsum von Weißmehlprodukten sollte verringert werden, denn Weißmehl wird sehr schnell vom Körper aufgenommen und erhöht den Zuckerspiegels rapide. Beim Typ-2-Diabetiker ist diese erste Phase der Insulinausschüttung, die das bekämpfen könnte, etwas abgeschwächt.

Bewegung

Als Bewegung wird empfohlen, zwei Mal die Woche Ausdauersport zu betreiben – am besten in der Gruppe, damit der innere Schweinehund keine Chance hat!


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