Bayern 2


4

Ziel Altersgerechte Ernährung

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit und wirkt sich auf den Alterungsprozess aus. Das Altern ist nicht zu verhindern, aber mit einer gesundheitsbewussten Ernährung stützt man das Immunsystem.

Stand: 03.07.2018

Älterer Mann bereitet sich eine Brotzeit zu | Bild: picture-alliance/dpa

Und gleichzeitig versorgt man damit den Körper mit der nötigen Energie.

Muskelerhalt für die Beweglichkeit

Den im Alter äußerst wichtigen Muskelerhalt kann man mit gesunder Ernährung fördern. Diesem Zweck dient eine protein-, mineralstoff-, und vitaminreiche Nahrung, die durch Verzehr von Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst gewährleistet wird. Der muskuläre Wiederaufbau ist jedoch nur kombiniert mit viel Bewegung (besonders mit sportlichen Übungen) möglich.

"Selbst höchst betagte Personen, die gestürzt sind, sich eventuell etwas gebrochen haben und deswegen viel Muskulatur verloren haben, haben gute Aussichten wieder in Gang zu kommen, wenn man mit ihnen trainiert und dafür sorgt, dass sie eine an Mineralstoffe, Vitaminen und Eiweiß reiche Nahrung bekommen."

E.C. Springer

Medikamente und Ernährung

Ältere Menschen nehmen in der Regel mehr Medikamente als junge Leute. Dabei gilt: Ein Arzneimittel ersetzt keine Körperfunktion. Es ist vielmehr ein Zusatz, den der Körper vorübergehend braucht, um eine Krankheit überwinden zu können. So ist es selbstverständlich, dass ein gut und ausgewogen ernährter Mensch den positiven Nutzen des jeweiligen Medikaments besser verwerten kann als ein schlecht- oder mangelernährter Körper.

Nahrungsergänzungspräparate

Zur Gesunderhaltung des menschlichen Körpers sind mindestens 20 Mineralien notwendig. Normalerweise werden bei ausgewogener Ernährung Mineralien und Spurenelemente in ausreichender Menge mit der täglichen Nahrung aufgenommen. Bei älteren Menschen treten jedoch häufig Erkrankungen wie Osteoporose, Nierenleiden oder Blutarmut auf, die durch eine zusätzliche Gabe von Nahrungsergänzungspräparaten, die entsprechende Mineralien und Spurenelemente enthalten, bekämpft werden können.

"Wenn man im Winter infektanfällig ist oder Probleme mit der Wundheilung hat, kann man eine Zeit lang Zink zu sich nehmen. Diese Symptome können mit Zinkmangel in Verbindung stehen. Man muss jedoch wissen, dass die Studien, die jede Störung der Wundheilung auf Zinkmangel zurückführen, wissenschaftlich nicht aussagekräftig sind."

E.C. Springer

Zufuhr von Vitaminen?

Wenn man sich ausgewogen und regelmäßig ernährt, kann es im Körper kaum zu einer Mangelerscheinung kommen, dann braucht man keine zusätzlichen Vitamine oder Spurenelemente. Es gilt folgende Ausnahme: Vitamin D sollte man im Alter zusätzlich nehmen, denn ab 60 Jahren lässt die Fähigkeit des Körpers nach, dieses Vitamin unter dem Einfluss vom Sonnenlicht selber bilden zu können.

"Wenn eine Grippeepidemie vor der Tür lauert, kann man vorübergehend ein Multivitaminpräparat nehmen. Denn es kann dadurch nützen, dass das Immunsystem psychisch unterstützt wird. Raffinierter Zucker und industriell verarbeite Nahrungsmittel enthalten kaum oder keine Vitamine. Aus diesem Grund kam man versuchen, zumindest in dieser Zeit mit naturbelassenen Lebensmitteln dem Vitaminmangel entgegen zu wirken, zumal sie möglicherweise noch völlig unbekannte Substanzen enthalten, die für unsere Gesundheit wichtig sind."

E.C. Springer


4