Bayern 2


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Einsamkeit, Depression und Burnout

Von: Veronika Wawatschek

Stand: 15.12.2020

Depressionen: Depressiver Mann stützt Kopf mit Kinn auf seine Hände | Bild: picture-alliance/dpa

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen – aber auch zu denen, die am meisten unterschätzt werden.

Experte:

Prof. Reinhart Schüppel, Chefarzt der Johannesbadklinik Furth im Wald

Dabei kennen die meisten Menschen gute und schlechtere Tage. Stimmungsschwankungen gehören zum Leben dazu. Wenn allerdings Betroffene über Wochen nicht mehr aus dem Tief herauskommen, sich also depressiv, freud- und interessenlos fühlen und außerdem ihr Antrieb vermindert und sie sich sehr schnell schlapp fühlen und ihre Aktivitäten einschränken, außerdem schlecht oder kaum mehr schlafen, keinen Appetit mehr haben und oder an massiven Selbstzweifeln leiden, spricht man von einer Depression. Oftmals leidet nicht nur der Patient selbst, sondern auch seine Angehörigen massiv unter der Situation. Denn selbst eine sogenannte "leichte depressive Episode" nach der aktuellen Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist nicht zu unterschätzen. Rechtzeitig und konsequent behandelt, bleibt es in der Regel aber bei einer einem einmaligen Ereignis.

Der Text beruht auf einem Gespräch mit Prof. Reinhart Schüppel, Chefarzt der Johannesbadklinik Furth im Wald.

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