Bayern 2


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Eingeimpft - Familie mit Nebenwirkungen Filmpremiere und Diskussion

Impfen oder nicht? Eine Frage, über die viele diskutieren. Der Regisseur und Dokumentarfilmer David Sieveking hat diese Diskussion in der eigenen Familie geführt und daraus einen Film gemacht: "Eingeimpft – Familie mit Nebenwirkungen". Der BR hat Gratis-Karten für die Premiere am 13. September und die anschließende Diskussion vergeben.

Stand: 28.08.2018

David Sieveking trägt Handschuhe und einen Schutzanzug und hat seine kleine Tochter auf dem Arm | Bild: farbfilm verleih

Kinder werden in der Regel gegen viele Krankheiten schon sehr früh geimpft: Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Röteln, Windpocken oder Masern. Bereits ab der neunten Lebenswoche werden die ersten Impfungen empfohlen. Für viele Eltern ist das selbstverständlich.

Es gibt allerdings auch Eltern, die sich der gängigen Impfpraxis widersetzen und Impfungen in Frage stellen. So erklärt sich, dass in den vergangenen Jahren etwa die Zahl der Masernerkrankungen wieder zugenommen hat. Oft sind es besser verdienende Akademiker, die am Sinn von Impfungen zweifeln.

Persönliche Situation als Startschuss für die Doku

Als Autor und Filmemacher David Sieveking und seine Partnerin ihr erstes Kind erwarten, erschüttert der Streit die Familie. Er ist für die Impfungen, sie dagegen. Also entschließt sich der Dokumentarfilmregisseur, diesen privaten Konflikt zum Thema seines nächsten Buches und Dokumentarfilmes zu machen.

Er nimmt uns im Film "Eingeimpft – Familie mit Nebenwirkungen" mit auf seine Recherchereise. Vom Sandkasten im Berlin Prenzlauer Berg geht es nach Frankreich, zu einem Pharmariesen. Er trifft Bill Gates, der Impfungen befürwortet und viel Geld für Impfkampagnen ausgibt. Und er spricht mit Forschern in Afrika, die die Auswirkungen von Masernimpfungen untersucht haben.

Schon im Vorfeld sorgt der Film für Diskussionen, weil Impfbefürworter kritisieren, dass der Filmemacher Verständnis für die Impfzweifler aufbringe. Immerhin sei der wissenschaftliche Nutzen belegt. Man könne nicht Pro und Contra diskutieren, wenn es eigentlich nur Belege für ein Pro gebe, so das Argument.

Zur Premiere, am 13. September 2018, hatte Bayern 2 seine Hörer eingeladen, sich den Film kostenlos im Rio Filmpalast in München anzusehen. Anwesend waren der Regisseur David Sieveking, die beiden Ärzte Prof. Rüdiger von Kries (LMU München) und Dr. med Dennis Ballwieser, der Geschäftsführer des Wort & Bild Verlages (Apothekenumschau), um mit dem Publikum zu diskutieren.


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