Bayern 2


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Der lange Weg zum Honig Ein Jahr mit unseren Bienen

Wie läuft das Leben in einem Bienenstock ab? Was bedeutet es, wenn Bienen schwärmen wollen und wie kommt am Ende der Honig zustande? Wir begleiten ein Jahr lang unsere Bayern 2-Bienen mit der Kamera.

Von: Julia Schweinberger

Stand: 08.05.2019

Bienen am Bayern 2-Bienenstock | Bild: BR

Auf einer Wiese in Ismaning, zwischen hohen Grashalmen, steht ein hellbrauner Holzkasten. Fast könnte man ihn übersehen. Aber wenn man nur ein paar Schritte von ihm entfernt ist, dann hört man dieses unverkennbare Geräusch: ein tiefes, nicht endendes Summen. Und wenn man dann genau hinschaut, entdeckt man sie: unsere Bienen.

Willkommen beim Bienenstock von Bayern 2. Hier leben zwischen 20.000 und 50.000 Bienen – mal mehr, mal weniger, abhängig von der Jahreszeit.

Vor einiger Zeit hatten wir die Idee, uns eigene Bienen zuzulegen. Diese Idee ist gemeinsam mit nearBees entstanden, eine Münchner Initiative und Internet-Plattform, die im Netz regionale Honigproduzenten und -konsumenten zusammenbringt. 2016 hat nearbees die Bayern 2-Programmaktion "Gutes Beispiel" mit ihrer Idee bereichert. Seitdem kooperieren nearBees und Bayern 2 auch bei den Bienen. Gemeinsames Ziel ist es, das Wissen über die kleinen Tiere zu verbreiten und deren Lebensraum zu fördern.

Imker Thomas Weissenberger betreut die Bayern 2-Bienen seit Beginn an. Wir haben ihn mit der Kamera begleitet:

Folge 1: Der Umzug

Die Bienen müssen in unseren Stock umziehen. Doch es gibt eine Voraussetzung für einen gelungenen Umzug: Die Königin muss einen Lockstoff ausschütten. Nur dann wissen die restlichen Bienen, wo ihr neues Zuhause ist. Wird das klappen?

Folge 2: Schwärmen verhindern

Im Frühsommer ist Schwarmzeit. Das heißt: Etwa die Hälfte der Bienen zieht mit der (alten) Königin aus dem Stock aus und sucht sich ein neues Zuhause. Doch dadurch wird das Volk geschwächt und die Wahrscheinlichkeit, im Sommer Honig zu ernten, schwindet. Deshalb muss der Imker das Schwärmen verhindern.

Folge 3: Wie fleißig sind Bienen wirklich?

Hochsommer bedeutet eigentlich auch Honigzeit. Denn, wenn die Bienen fleißig gearbeitet haben, kann der Imker Honig ernten. Nur bei uns gibt es da ein kleines Problem. Ein Blick in den Bienenstock zeigt: Hier gibt es viel zu wenig Honig. So wenig, dass man den vorhandenen Honig den Bienen nicht wegnehmen darf, weil sie ihn selbst als Nahrung benötigen. Aber woran liegt das? Sind unsere Bienen einfach nicht fleißig genug?

Ein Jahr lang Bienen beobachten

Weitere Folgen gibt es bald. Im Juli sollten die Bienen ihre Bestäubungsarbeit beendet und Honig produziert haben. Wir sind gespannt, ob das wirklich gelingt!


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