Bayern 2

Hintergrund Gesunde Gefäße

0

Naturheilkunde Durchblutungsstörungen bei Diabetes

Diabetiker kämpfen häufig mit Problemen der kleinen und großen Blutgefäße. Konsequente Fußpflege und Kohlensäurebäder können helfen.

Von: Uli Hesse

Stand: 10.12.2019

Naturheilkunde und Durchblutung | Bild: picture-alliance/dpa

Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko, an Durchblutungsstörungen zu leiden, und zwar nicht nur der großen Arterien, sondern auch der kleinen Blutgefäße. Ursachen dafür sind die erhöhten Blutzuckerwerte und Stoffwechselstörungen.

Makro- und Mikroangiopathie

Viele Diabetiker leiden zum einen an einer Makroangiopathie – also an einer Erkrankung der großen Arterien am Herzen, im Gehirn und an den Beinen ähnlich wie bei der normalen Arteriosklerose. Die Fußpulse sind dabei oft nicht mehr tastbar. Zum anderen leiden sie häufig auch an einer Mikroangiopathie, bei der kleinste Blutgefäße betroffen sind. Dadurch können sich beispielsweise Gangräne am Fuß bilden, aber auch die diabetische Polyneuropathie

Fußpflege

Das A und O bei der diabetischen Mikroangiopathie ist die konsequente Diabetesbehandlung und eine überaus wachsame Fußpflege. Das sind die Patienten, die einen professionellen Fußpfleger aufsuchen sollten, die selbst ihre Füße täglich auf Verletzungen inspizieren sollten. Für diese Patienten ist es kein Luxus, jeden Abend die Füße einzucremen, um die Trockenheit und Hornhautbildung zu verhindern.

Kohlensäurebäder

"Therapeutisch empfehlen wir manchmal Kohlensäurebäder um die Mikrozirkulation zu verbessern. Bei diabetischer Mikroangiopathie wie der Polyneuropathie kann damit eine symptomatische Linderung erreicht werden. Auch ansteigende Arm- und Fußbäder helfen: Mit hautwarmen Wasser beginnen und niemals 39 Grad Celsius überschreiten."

Dr. Artur Wölfel


0