Bayern 2


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Gutes Beispiel Das waren die Gewinner 2019

Das Publikum hat entschieden: Das sind die fünf Preisträger beim Wettbewerb "Gutes Beispiel" von Bayern 2. Wir gratulieren!

Stand: 28.05.2019

Herzlichen Glückwunsch! Mit 29 Prozent der Stimmen haben die Hörerinnen und Hörer von Bayern 2 den Verein "Technik für Kinder" aus Niederbayern zum "Guten Beispiel 2019" gewählt. Dafür gab es ein Preisgeld von 7.500 Euro.

Mehr als 500 Projekte aus ganz Bayern hatten sich dieses Jahr beim Wettbewerb beworben. Mitglieder der Jury waren unter anderem die frühere Landtagspräsidentin Barbara Stamm und der Kabarettist Christian Springer. Das letzte Wort hatte das Bayern 2-Publikum, das telefonisch und per Online-Voting den Sieger bestimmte.

1. Platz: Technik für Kinder - hier wird getüftelt und experimentiert

In den Kursen und Angeboten des Vereins Technik für Kinder e.V. wird gehämmert und gebohrt, gelötet und programmiert. Mädchen und Jungen können auf spielerische Art ihre handwerklichen und technischen Talente entdecken und entfalten. Unterstützt werden sie von pensionierten Handwerkern, Auszubildenden aus regionalen Unternehmen und Studierenden. Wer so früh für Technik begeistert wird, ergreift später vielleicht auch einen Beruf aus diesem Bereich, in dem Fachkräfte dringend gesucht werden. Drei Technikhäuser betreibt der Verein bereits in Deggendorf, Straubing und Arnstorf. Ein viertes Haus folgt bald in Dingolfing.

2. Platz: Boderei - bio, regional, verpackungsfrei

Ein Dorf ohne Dorfladen? Das kann und soll nicht sein, dachte sich Luisa Brummer und übernahm in vierter Generation den Laden, den ihr Uropa 1928 im niederbayerischen Sandharlanden bei Abensberg gegründet hatte. Inspiriert von den Unverpackt-Läden in Großstädten brachte sie dieses Konzept in die Region und ging gleichzeitig zurück zu den Wurzeln: Schließlich wurden früher auch viele Waren ohne Verpackung verkauft. In der Boderei trifft sich Jung und Alt zum plastikfreien, regionalen und nachhaltigen Einkauf. Und natürlich zum Plausch mit Luisa, ihrer Mama und ihrer Oma. Die Boderei will auch ein Vorbild für andere Läden auf dem Land sein, weiter zu machen und mit der Zeit zu gehen.

3. Platz: Der Fahrstuhl – Das Mitnahmenetzwerk für die Region

Auf dem Land ohne Auto unterwegs zu sein, ist oft ein Problem. Die Busse fahren selten und abends oft gar nicht mehr. Doch im unterfränkischen Burgsinn und Umgebung gibt es dafür eine Lösung: den Fahrstuhl. So heißt das Netzwerk aus blauen Stühlen, die an zentralen Stellen in der Region platziert sind. Mehr als 30 Stühle stehen schon – als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. Wer Platz nimmt, signalisiert, dass er mitgenommen werden möchte. Fahrer und Mitfahrer können sich auch per App verabreden oder regelmäßige Fahrgemeinschaften gründen. Die Stühle helfen den immobilen Menschen mobil zu bleiben, lassen Bürger ins Gespräch kommen und sind ein Beitrag zum Klimaschutz.

4. Platz: Dein Nachbar - Hilfe für pflegebedürftige Menschen

Wer seine Angehörigen zu Hause pflegt, weiß, wie anstrengend das sein kann. Der Münchner Verein Dein Nachbar e.V. sorgt für Unterstützung, indem er ein soziales Netzwerk aufbaut und ehrenamtliche Helfer schult. Diese versorgen hilfsbedürftige Menschen zuverlässig und entlasten die Angehörigen. Im Idealfall können die Pflegebedürftigen länger in ihrer Nachbarschaft und vertrauten Umgebung bleiben. Schon 300 Ehrenamtliche wurden von professionellen Fachkräften zu Alltagsbegleitern geschult. Ihr Einsatz wird per App oder SMS koordiniert und kann über die Pflegekassen abgerechnet werden. In Zukunft soll das Netzwerk noch weit über die Grenzen Münchens wachsen.

5. Platz: Unsere Show - Musikprojekt an Mittelschulen

Die wohl größte Band der Stadt probt jedes Jahr an Augsburger Mittelschulen. Rund 170 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 8 bekommen einen ganz speziellen Musikunterricht. E-Gitarren, Keyboards, Drums und jede Menge Mikrofone ziehen in die Schule ein - dann wird gemeinsam geprobt bis zum großen Abschlusskonzert. Bei "Unsere Show" können die Jugendlichen zeigen, was sie gelernt haben und was sie können. Sie erleben, dass Musik verbindet, motiviert und Mut macht. Was bei vielen Mittelschülern oft zu kurz kommt, wird durch das Musikprojekt gefördert: der soziale Zusammenhalt, das Zugehörigkeitsgefühl und das Selbstvertrauen.

Das Preisgeld für die Finalist*innen beträgt insgesamt 20.000 Euro. Es wird von der Sparda-Bank München eG und der Hofpfisterei GmbH gestiftet und folgendermaßen aufgeteilt:

1. Platz      7.500
2. Platz      5.500
3. Platz      3.000
4. Platz      2.000
5. Platz      2.000


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