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Blutkrebs erkennen Diagnose von Leukämie

Für Leukämien gibt es keine wirklichen Frühsymptome, die darauf hindeuten, dass sich eine Leukämie entwickeln könnte.

Von: Klaus Schneider

Stand: 05.02.2018

Eine Ärztin hält Ampullen mit Blutproben. | Bild: picture-alliance/dpa

Gerade bei akuten Leukämien treten die Symptome in der Regel erst dann auf, wenn sich die Leukämie bereits im Körper ausgebreitet hat.

Alarmsignale

Dennoch gibt es Warnsymptome für Leukämien:

  • Gewichtsverlust von mehr als zehn Prozent des Körpergewichts
  • Nachtschweiß, der einen Wäschewechsel beinhaltet
  • unerklärliches Fieber

"Diese Symptome sind zwar unspezifisch und können auch durch viele andere Erkrankungen hervorgerufen werden. Aber: Ein Patient, der solche Beschwerden hat, sollte sicher seinen Hausarzt aufsuchen und sie weiter abklären lassen."

Prof. Dr. Karsten Spiekermann

Diagnose

"Die Wege, die Patienten zu uns nehmen, sind sehr unterschiedlich: Manchen Patienten geht es so schlecht, dass sie direkt über die Notaufnahme zu uns kommen; einige kommen über den Hausarzt oder sind schon bei einem Hämatoonkologen, also bei einem Facharzt für Tumorerkrankungen gewesen."

Prof. Dr. Karsten Spiekermann

In einem ersten Schritt wird der Patient befragt und klinisch untersucht.

"Das erste, was wir machen, um die Leukämie festzustellen, ist in der Regel, dass wir das Blut und auch das Knochenmark untersuchen."

Prof. Dr. Karsten Spiekermann

In der Regel können die Ärzte dann innerhalb von wenigen Stunden sagen, ob eine akute oder eine chronische Leukämie vorliegt. Die Subtypisierung (also z.B. ob myeloisch oder lymphatisch) kann etwas länger dauern, aber in der Regel liegt auch da das Ergebnis innerhalb von einigen Stunden vor.


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