Bayern 2


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König Ludwig II. und sein Münchner Denkmal Den Kini auf den Sockel!

München ist reich an Denkmälern. Aber akkurat das Denkmal des Märchenkönigs Ludwig II., des Lieblingskinis der Bayern, wurde im Krieg eingeschmolzen. Um einen eventuellen Wiederaufbau gibt es ein heftiges Für und Wider. Doch vor allem die queere und schwule Szene Münchens macht sich für das Denkmals des homosexuellen Königs stark.

Von: Tanja Gronde

Stand: 20.04.2021 | Archiv

Während des Zweiten Weltkriegs wurden Unmengen an Metall für Waffen gebraucht: Von der Kirchenglocke bis zum Metallzaun, von der Fahnenspitze bis zum Vereinspokal landete alles, mehr oder minder freiwillig abgegeben, bei der "Metallspende des Deutschen Volkes" in Hamburg. Sogar alte Blechblasinstrumente. Und so schmolz sie dahin: Die heroische, überlebensgroße Statue des jungen bayerischen Königs Ludwig II. von der Münchner Corneliusbrücke. Nur der königliche Kopf "überlebte". Warum, das bleibt wohl ein Rätsel. Wäre auch der Kopf verschwunden. Wer weiß ob diese Geschichte erzählt werden könnte: Die Geschichte über ein Denkmal, das abgerissen wurde um wieder zu entstehen.

Wir schreiben das Jahr 2021. König Ludwig II. ist seit 135 Jahren tot, sein Verschwinden bis heute ein Mysterium. Doch seit Jahrzehnten werden Königsanhänger, die keine Royalisten sein müssen, nicht müde, dem König wieder ein Denkmal bauen zu wollen. Aus der Geschichte lernen, für die Zukunft bauen, damit der Kopf nicht ohne Rumpf bleibt, und die Corneliusbrücke in München wieder ihr vollständiges Denkmal bekommt - im Gärtnerplatzviertel. Eine Lebensaufgabe für den historisch interessierten Hotelier Dietmar Holzapfel.

"Man kann sich natürlich fragen, warum ausgerechnet König Ludwig II. eingeschmolzen worden ist und nicht  zum Beispiel der Prinzregent. Das hat mich schon sehr beschäftigt, ob das mit seiner Homosexualität zu tun gehabt hat. Und für uns ist es natürlich auch eine gewisse Ikone."

Dietmar Holzapfel, Hotelier und Vereinsgründer

König Ludwig II Denkmal mit Dietmar Holzapfel und Hund Tino

Holzapfel ist Chef der "Deutschen Eiche" und eine bekennende homosexuelle Größe in München. In seinem Hotel treffen sich schwule Männer in der Sauna. Ein weltberühmter mehrstöckiger Wellness- und auch Lusttempel. Die einen nehmen Schwitzbäder, die andere eine Doppelkabine, abschließbar. Dietmar Holzapfel führt auch Seniorengruppen durch die Sauna. Er hat der LGBT-Bewegung eine Stimme gegeben, durch seine offene Art, Schwulsein als normal zu leben. Seit über 40 Jahren in festen Händen sieht er in König Ludwig auch die tragische Gestalt des Königs, der vielleicht gern Männer geliebt hätte.

"Man weiß es mittlerweile auch aus Briefe und so weiter. Aber er hat es nicht öffentlich ausgelebt. Und er war sehr religiös auch und in der Religion war Homosexualität damals noch ein großes Problem. In der gleichen Zeit, als er gelebt hat, da hat ein anderer König, der auch homosexuell war, nämlich Karl I. von Württemberg, der hat geheiratet und hat ein Kind adoptiert, um die Fassade nach außen aufrechtzuerhalten. Und das hat Ludwig nicht gemacht. Er war zwar verlobt, aber das hat er wieder aufgelöst."

Dietmar Holzapfel, Hotelier und Vereinsgründer

Über 200 Bücher hat der Mann über König Ludwig gelesen, eine seltenen Replik des Königs steht im Gastraum der alten Eiche. Ja man kann ihn getrost als Bewunderer bezeichnen. Schließlich hat der König die TU mitgegründet, die Wasserversorgung initiiert - oder München zur Wagnerstadt gemacht.

"Dem Bayerland starbst du zu früh, dein treues Volk vergisst dich nie."

Dieser Spruch geht in Bayern um, seitdem der Märchenkönig im Starnberger See ertrank . Ein aufgedunsener, verzweifelter, vielleicht verrückter Monarch, der gestoßen wurde, gefallen ist und schließlich gesprungen: Sein Verschwinden, ein Rätsel bis heute. Lendenumrankte, tragische Gestalt.

Die Idee, das Denkmal wieder auf die Corneliusbrücke zu bringen, geht zurück in die frühen 60er Jahre. Schon damals sorgte der "Verein zur Wiedererrichtung eines Denkmals für König Ludwig II. von Bayern e.V." für Schlagzeilen, dem es nach heftigem und leidenschaftlichem Für und Wider in der Frage nach der Denkmalwürdigkeit des Monarchen schließlich gelang, die grundsätzliche Genehmigung für ein Denkmal zu erhalten. Er schaffte es immerhin 1963, dass die Büste des Königs einen Platz im Nationaltheater fand, in einer feierlichen Eröffnung.

Doch das eigentliche Denkmal wollte und wollte nicht kommen. Denn die Monarchisten und Ludwig-Anhänger waren zerstritten. Sie entzweite die Standortfrage: Die einen wollten die Corneliusbrücke, den historischen Standort, den anderen war die zu nahe am Wasser und damit zu nahe an des Königs Ertrinkungstod. Andere warben mit einem drei Meter hohen Gipsmodell für den Platz zu Füßen des Friedensengels. Wogegen allerdings die bayerische Schlösser- und Seen-Verwaltung etwas hatte.

Schon damals polarisierte die Idee, das Denkmal wieder zu errichten, schon damals kam der Wunsch aus der Fangemeinde. Schon damals auch das Geld. 1967 war es dann soweit – In den Maximiliansanlagen, am Standort des von König Ludwig II. geplanten aber nie realisierten Wagner-Festspielhauses, enthüllte Prinz Adalbert von Bayern selbst will am 28. Mai 1967 die königliche Statue feierlich. Eine Enthüllung mit Hindernissen: Die Hülle will nicht weg. Wollte vielleicht der König am Ende hier nicht stehen, im Grünen, unweit der Landtags?

Visualisierung des ehemaligen Denkmals auf der Corneliusbrücke.

Dem neugegründeten "Verein Ludwig II Denkmal" aber ist der König, wie er dort dargestellt ist, zu alt und nicht mehr hübsch genug. Deswegen braucht es den Wiederaufbau, meint der Geschäftsmann und Dietmar Holzapfel. Und zwar am alten Standort auf der Corneliusbrücke. Die ist das Tor zum Gärtnerplatzviertel, dem queeren Stadtteil Münchens. Dafür sammelt sein Verein Geld. Für Holzapfel und den Verein nämlich ist der Märchenkönig eine Ikone in der Schwulenszene.

"Er war eigentlich ein menschenscheuer Mensch. Und wenn er Leute um sich haben wollte, dann waren das ausgesucht junge, hübsche Kerle. Oder später leichte Kavalleristen, die sogenannten Chevauleger. Das ist übrigens auch eine Theorie von mir, dass das Wort schwul von 'Chevauleger' kommt; denn die Bayern haben sich schon mal ein bisschen schwer getan mit Französisch. Und dann haben sie gesagt: 'der Ludwig und seine Schwulischen, seine Schwollis'. Ich glaub, ich hab da Unterstützung von einem Sprachprofessor in Leipzig, dass das Wort schwul von Chevauleger kommt, denn das war am Schluss schon bekannt, dass das Thema Homosexualität im Hintergrund war, da hat man das halt verballhornt."

Dietmar Holzapfel, Hotelier und Vereinsgründer

Wer ein Denkmal errichtet, verdichtet die Person, sieht einen Ausschnitt, stellt den heraus, wirft ein Spotlight darauf. Im vorliegenden Fall auf den gutaussehenden, erotischen König mit Geist und Sinn für Schönheit von Schloss bis Schoß. Aus der Idee wird, so Immanuel Kant, das Ideal, erklärt der Philosophieprofessor Georg Sans: Eine Idee braucht eine Verkörperung. Will man - beispielsweise dem Ideal der Gleichheit und Gerechtigkeit ein Denkmal errichten, dann wird die Sache erst so richtig anschaulich, wenn man eine Person dafür nimmt, die dieses Ideal verkörpert. Etwa Robin Hood oder Mutter Teresa. Dadurch wird die Sache plötzlich wirklich, lebendig, greifbar, konkret und bleibt nicht abstrakt. Man bringt viele Aspekte unter einen gemeinsamen Gedanken. Und dann kann es tatsächlich sein, dass verschiedene Personen oder verschiedene Gruppen sich gemeinsam wiederum hinter diesem Gedanken und damit auch hinter diesem Ideal wiederfinden.

Am Anfang eines jeden Denkmals steht das Gedenken, das Erinnern, und damit bereits eine Auswahl an Gedanken. Wie in einem Fotoalbum legen wir uns die Geschichte zurecht, weil die Vergangenheit Teil unseres Alltags ist, auch die Vergangenheit, die wir nicht persönlich erlebt haben. Aber - ebenso wie unsere persönlichen Erinnerungen, verblassen auch historische Erinnerungen. Übrig bleibt dann das, was eine Gemeinschaft sehen will.

"Damit sind wir aber genau bei dem Problem: Der König Ludwig II., den sich die Leute möglicherweise anlässlich dieses Denkmals geben, den wird es wahrscheinlich auch nicht gegeben haben. Also (…) sobald Sie das Ideal dann wieder mit der Wirklichkeit vergleichen, kann ihn eine Dissonanz auffallen, die das Leben anstrengend macht. Und damit komme ich jetzt zu einem entscheidenden Punkt: Wenn sie vor lauter Ideal die Wirklichkeit einfach vergessen, dann wird aus dem Ideal ein Idol. Und sie haben es einfach, weil sie dann eben mit diesen Spannungen keine Probleme mehr haben. Das Idol ist nur noch ideal."

Georg Sans, Lehrstuhl für Religions- und Subjektphilosophie der Hochschule für Philosophie München

Wann wird ein Denkmal zum Denkmal? Wenn man darüber nachdenkt? In der Idealisierung der Person, oder seiner Taten, seiner Wirkung? Oder in der Diskussion um das Ideal? Wann wird aus Interesse Verehrung, wann Personenkult? Verehrung, Kultische Verehrung, die sei allein Gott vorbehalten, so der katholische Theologe und Philosoph Sans, der die Priesterweihe hat. Heiligenverehrung und Personenkult sind soweit nicht auseinander, meint er.

"Die Kirche ist voller Denkmäler. Also gehen Sie mal in ein Gotteshaus. Da finden sich ja lauter idealisierte Figuren. Sämtliche Heiligenbilder sind Idealisierungen: wenn sie so einen Heiligen mal von näher kennen, war der möglicherweise auch durchaus kantiger, als er da in der barocken Putten-Darstellung erscheint, er hat im Zweifel auch seine Schattenseiten gehabt. Also das Tolle daran ist, es ist voller Idealisierungen. Und das Gefährliche ist auch: Heiligenverehrung kann zum Personenkult oder zur Idolatrie verkommen."

Georg Sans, Lehrstuhl für Religions- und Subjektphilosophie der Hochschule für Philosophie München

Nun mag keiner der Unterstützer für ein König Ludwig II Denkmal den Kini als Heiligen sehen. Dennoch ist der Personenkult der Heiligenverehrung nicht unähnlich. Es geht um Erhöhung, auf den Sockel stellen, Herausstellen. Die Historikerin Katharina Weigand, Professorin an der Ludwig-Maximilian-Universität in München, beobachtet einen neuen Hype für Denkmäler. Während eigentlich das 19. Jahrhundert, ihr Fachgebiet, das Jahrhundert der Denkmäler war, werden neuerdings erneut weltweit Menschen in Bronze oder anderes Material gegossen.

Jeder, der so auf den Sockel gehoben wird, braucht zunächst Fans. Die suchen sich als Begründung dafür meist einen einzelnen Aspekt aus dem Leben des zu Ehrenden heraus. Denkmäler können schließlich nie die gesamte Persönlichkeit oder ein gesamtes Ereignis widerspiegeln, es geht immer um Einzelaspekte. Das blendet natürlich dann andere Aspekte aus dem Leben der Geehrten aus.

Dazu kommt eine grundsätzliche Frage: Handelt es sich bei der neuen Anordnung von alten Steinen noch um ein Denkmal im eigentlichen Sinn? Für den Denkmalschutz ist ein Gebäude schnell ein Denkmal, wenn es eine gewisse Zeit einfach dasteht und Geschichte erlebbar macht. Die Historikerin Katharina Weigand plädiert für ein kritisches Geschichtsbewusstsein. Ein Denkmal für den Märchenkönig und sein gar nicht so märchenhaftes Leben? Der Mensch Ludwig von Bayern wird zur Figur, zur Ikone, zum Abziehbild einer zeittypischen Projektion: Mit kritischem Geschichtsbewusstsein gäbe es womöglich weniger bis keine Denkmäler für den Wittelsbacher Monarchen, der nicht erst seit seinem Tod legendenumwoben ist und polarisiert.

"Der Mann hat eigentlich keine Politik betrieben, er hat sich zurückgezogen, hat sich auch geweigert, die Härten des Lebens realistisch in den Blick zu nehmen. Warum für Ludwig II. Denkmäler errichtet wurden und werden, dafür standen im Laufe der Zeit unterschiedliche Motive. In der frühesten Zeit ging es sicherlich um das Verletztsein Südbayerns, das in der Reichseinigung in Deutschland aufgegangen war und sich jetzt vom evangelischen Preußen dominiert fühlte. Das wandelt sich dann im Laufe der Zeit noch in andere Richtungen, und im Endeffekt hat es in unserer Zeit eigentlich die volle Verkitschung in Richtung Disney World erreicht."

Katharina Weigand, Historikerin am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte und Public History LMU München

Wer den anderen auf den Sockel hebt, will doch gar nicht die ganze Wahrheit sehen. Deswegen errichten wir Denkmäler. Im öffentlichen Raum oder in uns. Für Dietmar Holzapfel und andere ist die Figur der Inbegriff eines Träumers, wie er sagt. Ein Visionär, ein rücksichtloser vermutlich, ein Romantiker, ein Exzentriker, der sich allein Opernaufführungen ansah, der sich Wagners Welten baute, eine Grote in Linderhof, Schlösser vor malerischen Landschaften. Von welchem Geld? Egal!

"Ich glaube, Denkmäler haben ihre eigentliche Wirksamkeit in dem Moment, wenn über sie beraten wird, wenn die Leute sich streiten, wie es ausschauen soll, wo es stehen soll, ob es überhaupt errichtet werden soll - und dann vielleicht noch bis zu den Einweihungsfeierlichkeiten. Und dann würde ich schon sagen, dass spätestens nach dem 2. Weltkrieg eine angenehm harmlose Touristisierung des Phänomens Ludwigs II. beginnt. Da kann man dann wunderbar die Schlösser nutzen und kann dort den Leuten zeigen, wie schön, aber auch im Grunde politisch harmlos es zugegangen ist. Weil natürlich kein Mensch sagt und alle verschweigen, dass Ludwig II. am liebsten ein voll absolutistisches, monarchisches Regime betrieben hätte."

Katharina Weigand, Historikerin am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte und Public History LMU München

Denkmal König Ludwig II in München zur Zeit der Einweihung 1910.

Zurück auf der Corneliusbrücke. Was hat dieser Platz nicht alles erlebt: Angeblich der Treffpunkt von Prostituierten im 19 Jahrhundert. Dazu Krieg, Zerstörung. Parties, bieselnde Hunde und knutschende Paare, Junkies und Graffiti-Sprayer. Eigentlich doch gut, dass sich was tut. Hier auf dem Isarbalkon, von wo aus man auf die grüne Ader der Großstadt schaut: Zwei Flussarme fließen hier zusammen, im Rücken das Deutsche Museums. Vor Augen der renaturierte Flusslauf, der Blick auf die Berge oder das Heizkraftwerk von München, je nach Blickwinkel oder romantischer Veranlagung. Hier wurde 1910 also ein Denkmal eingeweiht, in dem die rund drei Meter große Bronzestatue Ludwigs stand. Damals ging man zum König ein paar Stufen hinauf, er stand in einer Nische aus Marmor. Und genau diese Steine hat Dietmar Holzapfel 2013 in einem städtischen Steinlager gefunden. Genau diese Steine aber sind ein Problem. Denn für die Statik der heutigen Brücke ist einfach das Gesamtgewicht zu hoch. Daher hat sich der Verein jetzt eine andere Denkmal-Version überlegt: eine romantisierende Ruine, die nur aus Teilen des ehemaligen Denkmals besteht.

"Das soll ein 'kontemplativer Ort' werden, ein Ort der Ruhe. Es gibt es da oben so 'Veluten'. Das sind so Schmecken, die werden einzeln in den Rasen gelegt und die Säulen, die sollen mit Rosen umrankt werden."

Dietmar Holzapfel, Hotelier und Vereinsgründer

Unterstützung für sein Vorhaben hatte Holzapfel im damaligen Münchner 2. Bürgermeister und Josef Schmid (CSU), der 2019 in den Landtag wechselte. Der ehemalige Wirtschaftsreferent und Wiesnchef wusste auch um die touristische Wirkung eines Denkmals Ludwig II., der einerseits für traditionelles Bayern steht, andererseits als Schwulenikone für den Rauf Münchens als eine der Schwulenhauptstädte Europas steht. Gegenwind kam bis zuletzt von den (damals oppositionellen) Grünen. Sie zählten insgesamt neun Ludwig-Denkmäler in München, unter anderem eine Büste an einem Mietshaus in Haidhausen und eine im Fassadenschmuck der früheren Bayerischen Staatsbank. Zudem habe eine romantische Ruine keinen Bezug zum 21. Jahrhundert. Außerdem sei der Platz mittlerweile ein beliebter Party- und Isarstrand-Standort.

Im Juli 2018 beschloss der damalige Stadtrat dennoch, dass ein neues Denkmal auf der Corneliusbrücke kommen soll. Wird es den Platz verändern? Holzapfel will einen Platz für Verliebte, einen ruhigen Ort, eine friedliche Koexistenz mit Strand zwischen den Marmorsteinen. Man kann vermutlich über ein Denkmal denken was man will. Wichtig ist vermutlich, dass sich etwas bewegt, in einer Zeit, die bewegt ist, aber auch saturiert, sich selbst genug. Einer Zeit, in der Menschen aber auch mehr denn je nach Orientierung suchen. Vielleicht brauchen wir keine Denkmäler, aber Diskussionen darüber. Vielleicht bräuchte sogar jede Stadt, einen Sockel, auf den sich jeder Bürger dann einmal stellen darf. Und in jedem Fall brauchen Metropolen Plätze, Orte, Nischen in denen es Ruhe geben muss. Damit die Gedanken fließen können, wie ein Fluss.


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