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Je früher, desto besser Diagnostik und Prävention von Darmkrebs

Das effektivste und geläufigste Mittel bei der Diagnostik von Darmkrebs ist die Darmspiegelung. Im Rahmen der Untersuchung wird mithilfe eines Endoskops die Beschaffenheit des Darms untersucht. Dieser Eingriff erfolgt meist in einer Kurznarkose.

Von: Max Tenschert

Stand: 25.11.2020

Darmspiegelung | Bild: picture-alliance/dpa

Durch die Darmspiegelung ist eine Früherkennung des Darmkrebses, der im Vorstadium in der Form gutartiger Geschwulste im Bereich des Darms auftritt, möglich. Im Rahmen der Untersuchung können die Geschwulste zugleich entfernt werden, was eine spätere Entwicklung dieser Geschwulste zu bösartigen Darmtumoren verhindert. Somit kann die Darmspiegelung sowohl eine diagnostische Maßnahme als auch gleichzeitig eine Therapiemöglichkeit sein.

Wichtig ist die Darmspiegelung insbesondere für PatientInnen ab 50 Jahren, die aufgrund ihres Alters ein erhöhtes Darmkrebsrisiko haben. Aus diesem Grund übernehmen die Krankenkassen bei Männern ab 50 Jahren sowie Frauen ab 55 Jahren zweimal alle zehn Jahre eine Darmspiegelung. Wenn bei einer Darmspiegelung keine Auffälligkeiten festgestellt werden konnten, sollten PatientInnen die Untersuchung nach zehn Jahren wiederholen. "Wenn man jedoch bei der Darmspiegelung etwas findet, muss man es je nach Entartung sogar früher wiederholen", erklärt Dr. Florian Kühn.

Bei PatientInnen unter 50 Jahren werden die Kosten für eine Darmspiegelung von der Krankenkasse nur übernommen, wenn entweder Symptome für eine Darmkrebserkrankung vorliegen oder bereits Fälle von Darmkrebs in der Familie bekannt sind.

Weitere Untersuchungsmethode: Stuhlprobe

Neben der Darmspiegelung kann auch eine Stuhlanalyse erfolgen, um mögliche Anzeichen von Darmkrebs festzustellen. In diesem Zusammenhang wird der Stuhl dahingehend untersucht, ob Blut darin aufzufinden ist. Diese Untersuchung wird zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr einmal jährlich sowie ab dem 55. Lebensjahr und ohne Durchführung einer Darmspiegelung einmal alle zwei Jahre von der Krankenkasse übernommen. Ist der Befund der Stuhlprobe positiv und wird also Blut im Stuhl nachgewiesen, so sollte zur Klärung der Ursache in jedem Fall eine Darmspiegelung erfolgen.

Weitere Prävention von Darmkrebs

Auch ein eigener gesunder Lebensstil kann zur Vorbeugung von Darmkrebs beitragen. In diesem Zusammenhang sollte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet werden, die wenig Fleisch und wenig tierische Fette beinhaltet. Darüber hinaus sollte zudem auf ein ausreichendes Maß an Bewegung geachtet werden.


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