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Wie Bukarest mit altem Erbe neu startet Paris des Ostens und Ceausescus Spielfeld

Bukarest ist auf der Suche nach einer neuen Identität. Die Stadt gilt als Paris des Ostens und sie war Ceausescus Spielfeld. Und dabei ist klar: Die Vergangenheit der Stadt ist mindestens so spannend wie ihre Gegenwart.

Von: Christine Auerbach

Stand: 09.03.2018

Die Bukarester waren immer ein Beispiel für Leben und Überleben: Als Nicolae Ceausescu einst große Teile der Stadt für den Bau seines riesigen Palastes abreißen ließ, stellten sie ihre Kirchen auf Schienen, um sie vor den Abrissbaggern zu retten.

Architektonische Verwüstung in Bukarest

Das Parlamentsgebäude in Bukorest

Heute müssen sie mit dem zurechtkommen, was der Diktator an architektonischer Verwüstung hinterlassen hat: Vom „Paris des Ostens“, wie die Stadt früher genannt wurde, ist nicht mehr viel übrig. Alte Häuser verfallen oder werden zu Spekulationsobjekten, Eigentumsverhältnisse sind oft ungeklärt.

Nationalpark mitten in der Stadt

Eine Stadt, in der nicht alles bebaut und durchstrukturiert ist, hat aber auch Vorteile: In Bukarest ist alles möglich, sagen viele Rumänen. Es gibt Platz, es gibt Ideen - nur leider nicht viel Geld, denn Rumänien ist immer noch eines der ärmsten Länder der EU.

Bukarest auf der Suche nach einer neuen Identität

Ansicht von Bukarest


Das hält die Bukarester aber nicht davon ab, einen Nationalpark mitten in der Stadt anzulegen, mit Bibern und seltenen Vögeln. Zwischen Jugendstil-Villen und Betonfassaden, Denkmälern für die blutigen Aufstände im Sozialismus und Spielstätten des rumänischen Undergrounds ist Bukarest auf der Suche nach einer neuen Identität.

Breitengrad - die Auslandsreportage

Paris des Ostens und Ceausescus Spielfeld - wie Bukarest mit altem Erbe neu startet

Reportage am Samstag, 10.3.2018, 14:05 Uhr

Autorin: Christine Auerbach

Sendung am Mittwoch, 14.3.2018, 14:05 Uhr

Moderation: Julio Segador
Musikauswahl: Dagmar Golle
Redaktion: Jörg Paas


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