Bayern 2


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Buchtipp Genießen statt Gießen

Der Klimawandel macht auch Bayerns Hobbygärtnern zu schaffen - Stichwort Trockenheit. Deshalb sind in den Gärten Veränderungen gefragt, schließlich möchte man seinen Garten doch lieber genießen statt die Wasserrechnung in die Höhe zu treiben.

Von: Birgit Kraft, Landwirtschaft und Umwelt

Stand: 13.09.2018

So wie sich Pflanzen an den Standort anpassen, muss sich der Gärtner mit den Gegebenheiten des Gartens arrangieren, schreibt Annette Lepple in ihrem Ratgeber "Genießen statt Gießen". Also: Nicht, wie passe ich den Boden an - sondern, was passt zu meinem Boden.

Anpassen heißt das Zauberwort der Zukunft

Weitergärtnern wie bisher, das ist keine Option. Das fängt schon beim Rasen an. Der grüne Teppich ist Wasserschlucker Nummer eins im Garten und in Zeiten zunehmender Trockenheit überflüssiger Luxus. Warum zum Beispiel nicht auf einen Kräuterrasen umsteigen. Er ist zwar etwas weniger trittfest und sieht vielleicht nicht mehr ganz so schön aus. Dafür muss er aber nicht so oft gemäht werden. Außerdem gehen Blühpflanzen auf. Alles in allem wird das dann ein lebendiger Rasen, der viel robuster ist und pflegeleichter.

Nur Mut!

Nicht immer halten sich Pflanzen an das, was die Fachliteratur über sie schreibt. Viele Arten, denen ganz spezielle Ansprüche nachgesagt werden, erweisen sich in der Praxis als erstaunlich anpassungsfähig. Man darf also ruhig den Mut haben, ein bisschen zu experimentieren.

Zum Buch

Genießen statt Gießen
Trockenheitstolerante Gärten gestalten

Von Annette Lepple
144 Seiten, 155 Farbfotos, 6 farbige Pläne, Flexcover
Verlag Eugen Ulmer, 2018
ISBN 978-3-8001-5844-7


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