Bayern 2

Hintergrund Darmkrebs

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Abhängig vom Stadium Behandlung von Darmkrebs

Die Ersteinschätzung des Stadiums erfolgt mithilfe von Endoskopien. Je nach Stadium kann im Anschluss eine chirurgische und bei fortgeschrittenen Stadien zusätzlich eine onkologische Behandlung erfolgen. Im Zuge der chirurgischen Behandlung von Darmkrebs wird das Stadium nach der Operation durch eine pathologische Untersuchung des Tumors erneut überprüft.

Von: Max Tenschert

Stand: 28.02.2017

Darmkrebs | Bild: picture-alliance/dpa

Gute Erfolgsaussichten bei der Behandlung von Darmkrebs haben PatientInnen im Frühstadium. In diesem Stadium erfolgt in der Regel eine chirurgische Entfernung des Darmkrebses. Abhängig von der Position des Tumors müssen teilweise auch Teile des Dickdarms während des Eingriffs entfernt werden.

Im chirurgischen Bereich haben sich in den vergangenen Jahren einige neue Behandlungsmöglichkeiten ergeben. So wird bei der chirurgischen Behandlung von Darmkrebs immer mehr nach minimal-invasiven Verfahren, wie beispielsweise Schlüssellochtechniken, operiert. Laut Dr. Florian Kühn haben die modernen Operationsverfahren einen positiven Effekt auf das Behandlungsergebnis bei den PatientInnen: "Durch die neue Technik kann schonender, insbesondere nervenschonender, am Patienten operiert werden, was natürlich einen großen Vorteil bei der Genesung mit sich bringt." Darüber hinaus werden in den Eingriffen mittlerweile vermehrt OP-Roboter eingesetzt, die den Chirurgen ein präziseres Operieren ermöglichen.

Je nach Stadium können nach dem chirurgischen Eingriff weitere Therapien zur Behandlung des Darmkrebses notwendig sein. Gerade fortgeschrittene Stadien können in diesem Zusammenhang eine zusätzliche Chemotherapie zur Bekämpfung der Krebserkrankung erfordern. Bei zusätzlichen Maßnahmen arbeiten jedoch Teams aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen. "Dann wird im Team interdisziplinär beraten und die bestmögliche, maßgeschneiderte Therapie empfohlen", erklärt Dr. Florian Kühn.

Interdisziplinärer Behandlungsansatz

Im Zuge der Behandlung von Darmkrebs haben sich in den Kliniken mittlerweile interdisziplinäre Teams etabliert. So arbeiten MedizinerInnen verschiedener Fachrichtungen – etwa Gastroenterologen, Chirurgen, Radiologen, Pathologen und Onkologen – fachübergreifend bei der Behandlung von KrebspatientInnen zusammen. "Anhand der Expertise der verschiedenen Fachleute kann man die bestmögliche Therapie für den Patienten erzielen", so Dr. Florian Kühn. Im Rahmen des interdisziplinären Austauschs haben die MedizinerInnen regelmäßig fachübergreifende Tumortreffen, bei denen Sie die Behandlungsmöglichkeiten der jeweiligen PatientInnen besprechen und sich so für die bestmögliche Therapiemöglichkeit für die PatientInnen entscheiden. Außerdem kann fachübergreifend das Stadium der Krebserkrankung früh festgestellt werden, was für die PatientInnen zumeist ein besseres Langzeitergebnis bedeutet.


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