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Das Maus-Experiment An Bord der internationalen Raumstation

Die Sendung mit der Maus erklärt uns jeden Sonntag wie die Welt funktioniert. Dieses Jahr jedoch nicht nur die Welt, sondern den Weltraum. Zusammen mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst sind Maus und Elefant in den Weltraum gereist um ein ganz besonders Experiment durchzuführen.

Von: Sebastian Funk

Stand: 28.06.2018

Die Maus. | Bild: BR/Trickstudio Lutterbeck/WDR

In 400 km über unseren Köpfen umkreist die internationale Raumstation, die ISS, mit fast 28.000 Kilometern pro Stunde die Erde. An Bord forscht der deutsche Astronaut Alexander Gerst. Ein Experiment kommt von den Zuschauern der Sendung mit der Maus. Im Dezember 2016 erhielten diese die Aufgabe, sich ein Experiment in der Schwerelosigkeit zu überlegen. Einzige Vorgabe, die dazu benötigten Materialien müssen auf der ISS vorrätig sein. Hunderte Zuschriften erreichten das Maus-Postbüro. Da das richtige Experiment auszusuchen, war auch für den Astronauten nicht einfach.

"Hallo Mausfans, vielen Dank für all Euren tollen Einsendungen für das Experiment, dass mit mir zur Raumstation fliegen soll. Allerdings habt ihr uns damit ganz schön ins Schwitzen gebracht, denn wir müssen ja all die Experimente erst einmal am Boden durchführen und gerade eer Maus-Experiment, das war ganz schön hart zu knacken."

Alexander Gerst

Aufgeblasener Gummihandschuh

Viele Vorschläge der großen und kleinen Zuschauer drehten sich um die Frage, wie eine Rakete im Weltall angetrieben wird. Unter anderem auch die Weltraumfans der Junior-Uni aus Wuppertal. Die Idee, die Rakete soll durch einen aufgeblasenen Gummihandschuh angetrieben werden.

"Die Idee fanden wir sehr spannend. Denn eigentlich ist es ja so, dass, wenn ich den mit Luft aufblase, und ihn dann loslasse, ohne ihn zuzuknoten, dann strömt die Luft aus ihm heraus. Der Ballon stößt sich dann von der Luft ab und fliegt weg."

Alexander Gerst

Gar nicht so einfach

Allerdings ergab sich ein Problem für die Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Köln, die das Experiment testeten. Die Einweg-Handschuhe an Bord der ISS, sind aus dem Material Nitril und lassen sich nicht wie Latex-Handschuhe aufblasen. Allerdings hatten Schüler aus Gersts Heimatstadt Künzelsau eine ähnliche Idee, wie die Wuppertaler. Jedoch nicht mit Luftantrieb, sondern mit Wasser und dem ausströmenden Gas einer Brause-Tablette soll die Rakete angetrieben werden. Als Rakete dient eine kleine Plastikspritze. Erste Tests auf der Erde waren erfolgreich.

"Ich freu mich schon sehr darauf, das für euch auf der Raumstation durchzuführen."

Alexander Gerst

Wird es klappen?

Ob die Brausetabletten-Rakete auf der ISS jedoch genau so funktionieren wird, wie auf der Erde, wird sich in einigen Wochen zeigen. Denn Flüssigkeiten und Gase verhalten sich in der Schwerelosigkeit ganz anders. Der Ausgang des Maus-Experiments bleibt also spannend!


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