Bayern 2


35

Wenn das Gedächtnis schwindet

Von: Christina Teuthorn, Beate Beheim-Schwarzbach

Stand: 18.09.2018

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz - im Bild: Ältere Frau greift sich an den Kopf | Bild: colourbox.com

Demenz und Alzheimer-Krankheit sind sehr gut erforscht. Eiweißablagerungen im Gehirn stehen in Zusammenhang mit der Zerstörung von Nervenzellen und dem Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit. Moderne Medikamente können den Krankheitsverlauf verschieben.

Experte:

Professor Dr. Hans Förstl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München

1906 beschrieb der Arzt Alois Alzheimer zum ersten Mal die Hirnveränderungen - sogenannte Alzheimer Plaques und Neurofibrillen - bei der Demenz, die später nach ihm benannt wurde: Morbus Alzheimer. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache einer Demenz.

Dem Text liegt ein Gespräch mit Professor Förstl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München, zugrunde. Hanns Förstl war auch zu Gast bei Eins zu Eins. der Talk - hier ist das Gespräch zu hören.

Morbus Alzheimer: Die Medizin erkennt immer mehr Risikofaktoren und versteht die Krankheitsmechanismen immer besser - im Bild: Missmutiger, nachdenklicher älterer Mann | Bild: Image Source zum Artikel Alzheimer-Demenz Hilfe bei "Alzheimer"

Trotz steigender Lebenserwartung sinkt der Anteil der Dementen pro Altersstufe - weil wir immer länger gesund bleiben. Ein Drittel der Menschen in der westlichen Welt stirbt mit - nicht an! - einer Demenz. [mehr]

Auslöser von Alzheimer sind Eiweiße wie Amyloid und Tau. Sie bilden Klumpen im Gehirn und schädigen die Nervenzellen - im Bild: Neurodegeneration - Foto einer grafischen Darstellung | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Das Krankheitsbild Wie Alzheimer das Gehirn verändert

Auslöser von Alzheimer sind Eiweiße wie Amyloid und Tau, die die Funktion und Struktur der Nervenzellen schädigen. [mehr]

DNA Helixmodell | Bild: Getty Images zum Artikel Risiko-Gene Veranlagung zu Alzheimer kann vererbt werden

Zu den sogenannten Alzheimer-Genen zählen zum einen Risikomodulatoren (Polymorphismen) wie Apolipoprotein E-Varianten. Sie bestimmen, mit welcher Wahrscheinlichkeit jemand in einem bestimmten Alter eine Demenz entwickelt. [mehr]

Die häufigsten Symptome der Alzheimer-Erkrankung sind Gedächtnisstörungen - im Bild: Patient im Gespräch mit einer Ärztin | Bild: Digital Vision zum Artikel Gibt es einen Test? Diagnose der Alzheimer-Krankheit

Ärzte kombinieren mehrere diagnostische Methoden: Im Gespräch über die Vorgeschichte und in psychologischen Tests lassen sich Gedächtnis- und andere Störungen feststellen. [mehr]

Wie soll mit Hilfe einer aktiven oder passiven Immunisierung der Alzheimer-Demenz Einhalt geboten werden? Im Bild: Der Wissenschaftler Dr. Alexander Navarrete Santos und die Medizinische Technische Laboratoriumsassistentin Karolin Szymala arbeiten in einem Forschungslabor der Universität Halle an der Vorbereitung für eine Messung (aufgenommen am 26.03.2012). Dr. Santos hat gemeinsam mit einem internationalen Team von Forschern aus Deutschland, Schweden und den USA eine neue Methode zur Messung des im Gehirn angelagerten Beta-Amyloid entwickelt, dass größere Schädigungen von Nervenzellen sowie Dysfunktionen der Alzheimer-Krankheit verursacht. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Antikörper gegen beta-Amyloid Aktive und passive Immunisierung

Bereits vor 20 Jahren wurden in Tierversuchen demente Mäuse gegen ihr eigenes beta-Amyloid immunisiert. Das Ergebnis war: Die Amyloid-Plaques verschwanden aus ihrem Gehirn und Sie wurden wieder geistig fit. [mehr]

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache der Demenz, dabei schädigen Eiweißablagerungen die Nervenzellen im Gehirn – Antikörper-Therapien können vielleicht helfen. Im Bild: Arzt beim Impfen eines älteren Patienten | Bild: colourbox.com zum Artikel Alzheimer-Demenz behandeln Funktionsweise der Antikörper-Therapie

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache der Demenz, dabei schädigen Eiweißablagerungen die Nervenzellen im Gehirn – Antikörper-Therapien können vielleicht helfen. [mehr]

Alzheimer-Forschung: Mit Hilfe eines besonderen Positronen-Emissions-Tomogramms (PET) kann man die Amyloid Ablagerungen im Gehirn direkt darstellen. IM Bild: PET eines gesunden(links)  und kranken Gehirns (rechts). | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Neue Forschungsansätze Wem kann die Therapie nützen?

Der Eiweiß-Ablagerungsprozess im Gehirn kann im späten Stadium einer Demenz vermutlich nicht mehr gestoppt werden, so der heutige Stand der Wissenschaft. Was heißt das für die Forschung und die Therapie? [mehr]

Zwischen der Alzheimer-Demenz und einer Ansteckungskrankheit gibt es Ähnlichkeiten.  Im Bild: Junger Mann be einer Ultraschall-Untersuchung des Gehirns. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Oberflächliche Ähnlichkeiten Kann man in Zukunft gegen Alzheimer impfen?

Zwischen der Alzheimer-Demenz und einer Ansteckungskrankheit gibt es Ähnlichkeiten. Forscher hoffen deshalb, in relativ naher Zukunft einen Impfstoff gegen Alzheimer zu finden. [mehr]

Mit Gedächtnistraining lässt sich eine Demenz zwar nicht verhindern, aber der Beginn wird bestenfalls hinausgezögert. Im Bild: Eine Rentnerin macht im Alten- und Pflegeheim eine Übung zum Gedächtnistraining und logischem Denken | Bild: picture-alliance/dpa zum Thema Gedächtnistraining Wie man geistig jung und fit bleibt

Im Umlauf sind viele Methoden, die helfen sollen, unser Gehirn fit und flexibel zu erhalten, denn die Angst vor einer Demenz im Alter ist groß. Aber kann man seine grauen Zellen damit wirklich schützen? [mehr]

Eine Betreuerin streichelt während des "Betreuten Urlaubs" für Alzheimerkranke einer Patientin die Hand. | Bild: picture-alliance/dpa zum Thema Betreuung bei Demenz Möglichkeiten für Angehörige

Demenz ist eine fortschreitende Krankheit. Je nach Stadium brauchen Patienten unterschiedliche Arten von Betreuung. Hier ein Überblick über die Möglichkeiten der spezialisierten Betreuung für Menschen mit Demenz. [mehr]


35