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Neue Forschungsansätze Wem kann die Therapie nützen?

Wissenschaftler vermuten, dass der Eiweiß-Ablagerungsprozess im Gehirn im späten Stadium nicht mehr gestoppt werden kann. Neuere Untersuchungen geben einen Hinweis darauf, dass man die Patienten vermutlich schon früher, also bereits vor einer leichten Demenz behandeln muss.

Stand: 13.09.2018

Alzheimer-Forschung: Mit Hilfe eines besonderen Positronen-Emissions-Tomogramms (PET) kann man die Amyloid Ablagerungen im Gehirn direkt darstellen. IM Bild: PET eines gesunden(links)  und kranken Gehirns (rechts). | Bild: picture-alliance/dpa

Amyloid-PET

Mit Hilfe eines besonderen Positronen-Emissions-Tomogramms (PET) kann man die Amyloid Ablagerungen im Gehirn direkt darstellen.

"Dabei nutzt man Farbstoffe, von denen man weiß, dass sie Amyloid binden. Wenn man diese Farbstoffe radioaktiv markiert und dann spritzt, bleiben sie im Körper an jenen Stellen mit der höchsten Amyloiddichte haften und senden von dort aus geringe Strahlenmengen, die man mit den Methoden der Nuklearmedizin sichtbar machen kann."

Prof. Dr. Hans Förstl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München

Nervenwasser-Untersuchung

Zusätzlich gibt es Möglichkeit, das Amyloid im Nervenwasser zu messen. Ist im Gehirn viel Amyloid abgelagert, dann tritt wenig ins Nervenwasser über. Werden dabei kritische Grenzwerte unterschritten, gilt dies als Beweis für eine Alzheimer-Krankheit.

Neurodegeneration

Ist der Prozess bei einer Alzheimer-Krankheit fortgeschritten, dann geht die Amyloid-Krankheit über in das Stadium der Neurodegeneration, die Nervenzellen zerfallen, platzen auf und setzen einen Inhaltsstoff namens Tau frei, der sich im Nervenwasser anreichert. Erkennbare Symptome gehören noch nicht zu diesem zweiten Krankheitsstadium.


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