Bayern 2


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Alzheimer-Diagnose Kernspintomographie & Co.

Strukturell bildgebende Verfahren wie Computertomographie oder Kernspintomographie kann man noch mit "funktionellen" bildgebenden Verfahren ergänzen - beispielsweise mit der Positronen-Emissionstomographie.

Stand: 18.09.2014

Beim Vorliegen einer Alzheimer-Erkrankung lassen bildgebende Verfahren erkennen, wo Eiweiß-Ablagerungen, sogenannte Plaques, sitzen - im Bild: Zwei Hirnaufnahmen: von einem gesunden Probanden (links) und einem Alzheimerpatienten | Bild: picture-alliance/dpa

Dort sieht man, ob die Veränderungen des Hirnstoffwechsels typisch für die Alzheimer-Krankheit sind: Ob in den Regionen, die am frühesten betroffen sind und in denen die meisten Plaques sitzen - also im Bereich des Schläfen- und Scheitellappens - der Stoffwechsel vermindert ist.

Neuropsychologische Tests

Auch ein neuropsychologischer Kurztest von zehn oder 15 Minuten, der vor allem das sogenannte Neugedächtnis und die Orientierung prüft, muss auf jeden Fall durchgeführt werden. Man untersucht, ob ein Patient bestimmte Begriffe aufnehmen und wiedergeben kann und sie auch nach einer Ablenkung wieder parat hat.

"Es genügt nicht, dass er nach kurzer Zeit ein paar Begriffe nachsprechen kann, sondern wir wollen mit der Untersuchung auch überprüfen, ob er sie sich tatsächlich gemerkt hat und das, was er sich gemerkt hat, auch wieder finden kann. Dies prüft die Fähigkeit des Gehirns, neue Nervenzellverbindungen herzustellen, sogenannte Synapsen. Erst durch diese Veränderung der Hirnarchitektur können wir uns erinnern, nachdem wir uns zwischenzeitlich geistig mit etwas anderem beschäftigt haben. Dies fällt uns allen schwer und dementen Patienten eben noch erheblich schwerer."

Prof. Förstl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München


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