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Hintergrund Leukämie

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Blutkrebs in Zukunft Aktuelle Leukämieforschung

Die Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Leukämien lassen hoffen. Neuzulassungen für Medikamente klingen vielversprechend. Auch versucht man, mehr über genetische Prädispositionen herauszufinden.

Von: Klaus Schneider

Stand: 05.02.2018

DNS wird von Gewebeproben extrahiert. | Bild: picture-alliance/dpa

In den letzten ein bis zwei Jahren haben Mediziner sehr viele neue Medikamente in die Hand bekommen.

"Nachdem wir über viele Jahre gerade bei der akuten myeloischen Leukämie kaum Fortschritte gemacht haben, was neue Medikamente betrifft, haben wir jetzt im letzten Jahr allein bei der akuten myeloischen Leukämie mehrere Neuzulassungen für Medikamente gehabt – in den USA fünf Substanzen, in Europa bisher eine Substanz."

Prof. Dr. Karsten Spiekermann

Hinzu kommen viele klinische Studien, wo sich auch sehr erfolgversprechende Medikamente abzeichnen, die wesentlich selektiver und spezifischer die Leukämiezellen bekämpfen können.

"Auch bei den akuten lymphatischen Leukämien ist es im Moment so, dass wir viele neue Zulassungen haben und wir sehr optimistisch sind, dass wir auch in den nächsten wenigen Jahren deutliche Fortschritte machen werden."

Prof. Dr. Karsten Spiekermann

Forschungsfeld Prädisposition

Die sogenannte Prädisposition, also die Veranlagung für eine Leukämieerkrankung ist ein Forschungsfeld, das im Moment sehr intensiv bearbeitet wird.

"Man weiß zum Beispiel: Bei kindlichen Leukämien oder auch bei kindlichen Tumoren ist dieser Faktor der genetischen Prädisposition hoch. Bis zu zehn Prozent der kindlichen Tumoren sind über solche genetischen prädisponierenden Faktoren mit verursacht."

Prof. Dr. Karsten Spiekermann


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