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"Durchblick" Äpfel und Zwetschgen: Jetzt ernten, im Winter essen

Im Herbst gibt es jede Menge reifes Obst - aus dem eigenen Garten, geschenkt vom Nachbarn oder günstig gekauft an der Obsttheke. Manchmal ist es auch zu viel des Guten und kann gar nicht alles auf einmal vernascht werden. Tipps zum Einlagern und Einfrieren, damit die Zwetschgen später nach dem Auftauen kein Brei sind und die Äpfel lang knackig bleiben.

Von: Landwirtschaft und Umwelt

Stand: 13.09.2018

Lagerung von Äpfeln

Viele Apfelsorten bleiben monatelang frisch, wenn sie richtig gelagert werden. Wer einen dunklen und gut gelüfteten Keller, eine frostsichere Garage oder einen kühlen Dachboden hat, ist deshalb fein raus. Optimal werden Äpfel bei vier Grad Celsius gelagert. Wichtig sind dabei aber auch eine hohe Luftfeuchtigkeit und gute Belüftung.

  • Apfelsorten, die sich gut lagern lassen, sind: Berlepsch, Boskoop, Braeburn, Cox Orange, Elstar, Gala, Gloster, Golden Delicious, Jonagold, Idared
  • Nicht geeignet zum Lagern sind: Alkmene, Gravensteiner, James Grieve, Klarapfel.

... und im Winter gibt's dann Apfelstrudel

Regalbretter und Obstkisten eignen sich gut, um Äpfel lagenweise zu stapeln. Die Äpfel dürfen sich aber nicht berühren. Schützen Sie die Lagen vor Druckstellen, zum Beispiel mit Wellpappe. Für die nötige Luftfeuchtigkeit sorgt eine Folie über dem Apfelregal. Auch in verschließbaren Folienbeuteln aus Polyethylen lassen sich Äpfel gut lagern. Wichtig ist hier: die Beutel müssen kleine Luftlöcher haben.

Sortieren Sie Früchte mit Druckstellen, Fraßspuren von Insekten, braunen oder schimmligen Stellen aus.

Linktipp: Äpfel: Zubereitung und Lagerung (www.bzfe.de)

Jetzt Zwetschgen pflücken und im Winter genießen

Reife Zwetschgen

Zwetschen lassen sich prima einfrieren. Der beste Zeitpunkt dafür ist direkt nach der Ernte, so bleiben Vitamine und Nährstoffe erhalten. Außerdem: bei frischen Früchten verändern sich Farbe und Form nicht.

Vor dem Einfrieren sollten Sie die Zwetschgen gründlich unter fließendem Wasser waschen und anschließend gut trocknen. Sind die Früchte zu nass, bilden sich unliebsame Eiskristalle. Die Zwetschgen müssen frei sein von Druckstellen und ungebetenen Gästen wie Maden. Als nächstes sollten die Zwetschgen entkernt werden. Tipp: Stiel entfernen, Früchte halbieren und den Stein mit einem Messer auslösen. Wer mag kann die Zwetschgen zur besseren Portionierbarkeit vierteln.

Einzeln vorkühlen und erst dann verpacken

Damit die gefrorenen Zwetschen später nicht aneinander kleben, sollten sie zunächst für circa ein bis drei Stunden auf einem Blech in der Gefriertruhe vorgekühlt werden. Wer nur über ein kleineres Gefrierfach verfügt, kann sich mit einem Teller behelfen. Danach kann das Gefriergut in Kunststoffbehälter oder Gefrierbeutel gefüllt und später je nach Bedarf portionsweise entnommen werden.

Wichtig: Sorgen Sie dafür, dass möglichst wenig Luft in den Verpackungen zurückbleibt. Es besteht sonst die Gefahr von Gefrierbrand, auch gehen Vitamine verloren.

Heißer Tipp! Einfrieren als Kompott

Sind die Zwetschen schon zu weich zum Einfrieren, machen Sie einfach ein Zwetschgenkompott und frieren Sie das ein. Zwetschgen circa drei bis vier Minuten in einer 20- bis 30prozentigen Zuckerlösung blanchieren; geben Sie ein bis zwei Gramm Ascorbinsäure dazu, um braune Verfärbungen zu verhindern. Alles auskühlen lassen und dann portionsweise einfrieren. Vor dem Verzehr wieder auftauen, kurz kochen und zum Beispiel zu Waffeln, Eiscreme oder Crêpes reichen.

Sorgt für den "Durchblick"

Ernährungsberaterin Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern.

Nächster "Durchblick": am 11. Oktober


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