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Abo-Fallen beim Smartphone So schützen Sie sich vor Abzocke durch Drittanbieter

Zu hohe Handyrechnungen wegen versehentlich erworbener Klingeltöne oder Abzock-Abos von Drittanbietern? Was nach Retro-Neunziger-Jahre klingt, gibt es immer noch. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich schützen können.

Von: Christine Dorn

Stand: 14.06.2019

In unserem Verbraucherärger der Woche klagt Hörerin Dietlinde Keidel über zu hohe Handyrechnungen, die sie nicht bereit war zu bezahlen – deshalb wurde Ihre Sim-Karte gesperrt. Es wurden ihr "Nutzung Sonderdienste Drittanbieter" in Rechnung gestellt. Eine Abo-Falle, die oft über Drittanbieter eingefädelt wird: Das sind Firmen, die ihre Dienste, wie etwa bestimmte Apps, Klingeltöne oder Spiele, über die Handyrechnung des Tarifanbieters des Kunden abrechnen. Die gute Nachricht: Man kann Drittanbieterdienste sperren.

Drei Wege wie Sie eine "Drittanbietersperre" durchführen:

1. Sie richtet selbst auf der Online-Seite Ihres Mobilfunkanbieters (z.B. Vodafone oder Telekom) eine Drittanbietersperre ein.

2. Sie rufen Ihren Mobilfunkanbieter an und lassen von ihm eine Drittanbietersperre durchführen.

3. Sie gehen in einen Mobilfunkladen Ihres Anbieters und lassen dort eine Drittanbietersperre durchführen.

Alle Drittanbietersperren lassen sich wieder rückgängig machen. Einige Mobilfunkbetreiber bieten auch eine "sektorale Drittanbietersperre" an. Das heißt Sie können Apps, die Ihnen wichtig sind weiter zulassen, wie z.B. Spenden-Apps, einen Online-Ticketversand oder eine Klingelton-App.

Und nicht vergessen: Man kann grundsätzlich alle Drittanbieterdienste nutzen, ohne über das Handy zu bezahlen - indem man per Kreditkarte abrechnet.


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