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Essen und Trinken bei Thurn und Taxis 100 Jahre fürstliche Notstandsküche Regensburg

Es war eine erbärmliche Zeit nach dem 1. Weltkrieg. Die Menschen litten Not und Hunger. Um den Ärmsten zu helfen, gründete die Familie Thurn und Taxis 1919 die fürstliche Notstandsküche in Regensburg.

Von: Ulrich Scherr

Stand: 27.03.2019 | Archiv

Bis heute bewahrt Fürstin Gloria die soziale Tradition derer zu Thurn und Taxis. Im Refektorium des Schlosses Sankt Emmeram, wo einst die Mönche speisten, werden täglich rund 150 Mittagessen ausgegeben: drei Gänge, kostenlos, von Montag bis Freitag. Die Gäste sind ältere Menschen, die nur eine geringe Rente haben, Arbeits- und Obdachlose, oft auch alleinerziehende Mütter und Studenten.

"In einem katholisch geprägten Haus ist natürlich die Caritas ein wichtiger Bestandteil. Zu den sieben Gaben der Barmherzigkeit gehört Hungrige speisen, Durstige tränken, Obdachlosen Obdach gewähren usw. Die (Thurn und Taxis) haben das sehr ernst genommen, die haben das geatmet."

Gloria Fürstin von Thurn und Taxis

Der hundertste Geburtstag der fürstlichen Notstandsküche wird natürlich gefeiert. Voraussichtlich im Mai soll es eine Ausstellung und einen Festakt geben. Dann sind auch die Honoratioren der Stadt zum kostenlosen Mittagessen im Regensburger Schloss geladen.


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