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Vegetarische Burger Fleischlose Burger Patties im Test

Die Stiftung Warentest hat Veggie-Burger-Patties getestet. Mit einem überraschenden Verlierer, und einem bekannten Gewinner. Plus: Rezept für vegetarische Burger-Patties, mit veganer Alternative. Diese fleischlosen Burger sehen lecker aus und schmecken aufgrund der Röstaromen fantastisch.

Stand: 27.04.2021 | Archiv

Ein vegetarischer Burger mit Käse, Salat und Tomate liegt auf einem Holzbrett. | Bild: BR

7,6 Millionen Deutsche ernähren sich laut der Stiftung Warentest vegetarisch oder sogar vegan. Tendenz steigend. Und mittlerweile gibt es auch für Burger-Bratlinge eine ganz ordentliche Anzahl von vegetarischen Alternativen.

Die Stiftung Warentest hat 18 Veggie-Burger-Patties getestet, davon 16 vegan und zwei vegetarisch (Stand 28.04.2021). Dabei ersetzten die folgenden Zutaten das Fleisch: Soja, Weizeneiweiß/ Seitan, Erbsen, Jackfrucht, Schwarze Bohnen und Milch. 

Richtig gepatzt hat das Produkt von Iglo (Note "mangelhaft") - hier fanden die Tester vier Schadstoffe, wie etwa Glycidyl-Ester und Mineralölkohlenwasserstoffe vom Typ Mosh. Ebenfalls wegen Schadstoffbelastung erhielten die Patties von Alnatura und Rügenwalder Mühle nur ein "befriedigend". Bei den Discounter-Patties von Aldi und Lidl bemängelten die Tester den zu hohen Fettgehalt (Aldi Note 3,3 und Lidl Note 2,9) und Salzgehalt (Aldi).

Testsieger wurde der Veggie-Bratling von Beyond Meat (der mittlerweile allerdings nur mit veränderter Rezeptur erhältlich ist) mit der Note 1,8; gefolgt vom Edeka-Pattie mit der Note 2,1.

Die beste Alternative: Veggie-Patties selber machen

Es ist einfach, günstig und vor allem sehr, sehr lecker, vegane oder vegetarische (in unserem Rezept bieten wir beides an) Burgerbratlinge selbst zu machen. Wir empfehlen, die Menge gleich zu verdoppeln - die fleischlosen Burgerpattys sind nicht ganz ohne Zeitaufwand herzustellen, lassen sich aber prima einfrieren.

Zutaten vegetarische Bratlinge (ergibt 5 bis 6 Patties)

70g rote Quinoa, etwa 20 Minuten lang in Wasser gar gekocht
140g Kichererbsen aus der Dose
40g Walnüsse
40-50g Semmelbrösel
1 kleine Zwiebel
2 EL Fenchelsamen
1 Karotte
3 EL Weißweinessig
Saft einer halben Zitrone
1 Ei (oder vegan: 2 El Kartoffelmehl gemischt mit 1 EL Wasser)
nach Belieben: 1 kleine, frische Rote Bete
Paprikapulver edelsüß
Pfeffer
Salz
Burgersemmeln, Käse, Salat und Burgersaucen nach Geschmack

Wie werden vegetarische Bratlinge gemacht?

Heizen Sie Ihren Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Kochen Sie die Quinoa nach Packungsanweisung, danach das Wasser abgießen. Schneiden Sie die Karotte und die Rote Bete in ganz kleine Würfelchen, geben Sie das Gemüse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und garen dieses etwa 20 Minuten im Ofen - die Karotten dürfen dabei etwas braun werden, denn bei diesen Pattys geht es um die Röstaromen.

Rösten Sie die Walnüsse etwas an, ohne Fett, bis sie zu duften beginnen. Dann zerkleinern Sie die Nüsse etwas.

Braten Sie die Zwiebeln in einer Pfanne mit etwas Öl. Geben Sie Salz, Pfeffer, Paprikapulver (wer es schärfer mag auch Chili) dazu, die abgetropften Kichererbsen und rühren, bis alles etwas Farbe annimmt. Mit dem Weißweinessig ablöschen, dabei alles, was eventuell in der Pfanne angebrannt ist, aus den Rundungen kratzen und unter die Kichererbsen-Zwiebelmischung rühren. Mit einem Kochlöffel zerdrücken Sie die Kichererbsen grob.

Vermischen Sie nun die etwas abgekühlte Quinoa mit den Kichererbsen, den gerösteten Karotten (und der Roten Bete), sowie den Semmelbröseln, dem Ei (oder der Kartoffelmehlmischung) sowie den Walnüssen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, wer mag, kann auch noch frische Petersilie und mittelscharfen Senf hinzufügen. Die Konsistenz sollte jetzt an fleischhaltige Fleischpflanzerl erinnern - sind sie zu matschig, geben Sie noch Semmelbrösel dazu.

In einer Pfanne mit Öl anbraten - anders als fleischhaltige Fleischpflanzerl müssen Sie hier etwas mehr Fett als sonst nehmen, weil der Quinoa-Bratling ja selber kein Fett mehr abgibt. Dann ganz nach dem eigenen Geschmack zum Burger anrichten, zum Beispiel mit Cheddar-Käse, Ketchup, Salat, Tomaten. Sie werden sehen: Die veganen Pattys machen zwar echt viel Arbeit in der Herstellung, aber Sie schmecken richtig herzhaft - und Sie wissen, was alles drin ist!

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BAYERN 1

Alle reden von den veganen Burgern, die aussehen und schmecken sollen wie Fleisch. Was steckt dahinter? Und warum wir...Gepostet von BAYERN 1 am Dienstag, 28. Mai 2019

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