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Tomatensaft selber machen Rezept für selbstgemachten Tomatensaft

Tomatensaft ist nicht nur eine fruchtige Erfrischung an warmen Tagen, er ist auch sehr gesund. Der Aft senkt das Krebsrisiko, fördert die Abwehrkräfte und hilft gegen den kleinen Hunger zwischendurch. Ein Rezept für Tomatensaft zum selber machen.

Stand: 17.06.2019

Ein Glas Tomatensaft  | Bild: mauritius-images

Für einen Liter Tomatensaft benötigen Sie:

ca. 1,5 kg Tomaten
Salz und Pfeffer
nach Bedarf Gewürze wie Basilikum, Thymian, Petersilie, Chili
Sieb oder Passiergerät
Glasflaschen

Die reifen Tomaten waschen, den Strunk entfernen und klein schneiden. Geben Sie die Tomaten in einen Topf und lassen Sie sie zuerst aufkochen und dann bei niedriger Temperatur 10-15 Minuten lang köcheln. Währenddessen können Sie größere Tomatenstücke schon mit einer Gabel zerdrücken. Nehmen Sie den Topf vom Herd und streichen Sie die Masse durch ein feines Metallsieb. Saft mit etwas Salz, Pfeffer und je nach Geschmack mit anderen Gewürzen abschmecken. Damit der Tomatensaft länger haltbar ist, sollten Sie ihn anschließend nochmal kurz aufkochen lassen. Heiß in saubere Flaschen füllen und fest verschließen.

Wie lange ist selbstgemachter Tomatensaft haltbar?

Abgekocht, heiß abgefüllt und gut verschlossen, ist Tomatensaft mehrere Monate lang haltbar. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Flaschen wirklich sauber und keimfrei sind. Kochen Sie diese deshalb unbedingt vorher aus. Tomatensaft unbedingt kühl und dunkel lagern.

Ist Tomatensaft gesund?

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte jeder täglich rund 400 Gramm Gemüse essen. Im Durschnitt schaffen wir in Europa nur die Hälfte dieser empfohlenen Tagesmenge. Dabei ist Gemüse so gesund:

In der Tomate zum Beispiel stecken vor allem Vitamin C, Polyphenole und Carotinoide, die unter anderem zur Prävention von Krebs und Lebererkrankungen beitragen. Italienischer Forscher haben bewiesen, dass das im Tomatensaft enthaltene Carotinoid Lycopin Zellwucherungen und dem Wachstum von Darmtumoren entgegenwirkt. Zudem ist Tomatensaft gut für das Herz, die Gefäße und den Cholesterinspiegel. Eine spanische Studie hat gezeigt, dass der Genuss von Tomatensaft das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt, da er Entzündungen und somit der Arteriosklerose entgegenwirkt. Das erstaunlichste an allen Untersuchungen ist, dass die verarbeitete Tomate, also Tomatensoße oder -saft noch besser und schneller wirkt als eine rohe Tomate.

Warum ist Tomatensaft gesünder als eine rohe Tomate?

Tomaten haben starke Zellwände. Erst wenn die Frucht mechanisch zerkleinert wird und durch Erhitzen die Zellwände zerstört werden, dann wird Lycopin freigesetzt. Lycopin verleiht der Tomate die klassische rote Farbe und zählt neben dem Alpha- und dem Beta-Carotin zu den wichtigsten Carotinoiden. Lycopin, Alpha-Carotin und Beta-Carotin wirken in unserem Körper als Antioxidantien. Sie fangen freie Radikale ein und vernichten sie. So stärken Sie die Abwehrkraft des Körpers und schützen uns vor Krankheiten. Das alles klappt aber nur, wenn Lycopin freigesetzt ist. Deshalb sind gekochte und zerkleinerte Tomaten gesünder als rohe.

Deshalb schwank der Gehalt von Lycopin in Produkten aus Tomate sehr stark. Tomatenpulver enthält zum Beispiel zehn mal mehr Lycopin als Tomatensuppe. Bio-Ketchup 70-mal mehr als rohe, reife Tomaten. Tomatensaft enthält im Durchschnitt bis zu 100 Milligramm Lycopin pro Liter.


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