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Strohhalm So viel Müll verursachen Strohhalme

In Großbritannien sollen Strohhalme und andere Plastik-Einwegartikel verboten werden. Warum Strohhalme so schädlich für die Umwelt sind, lesen Sie hier.

Stand: 24.04.2018

Plastikstrohhalme in verschiedenen Farben stehen in einer Packung nebeneinander. | Bild: picture-alliance/dpa

Strohhalm-Verbot in Großbritannien

Die britische Regierung will mit einem Verbot von Strohhalmen, Wattestäbchen und Plastik-Umrührstäbchen den Plastikmüll reduzieren. Ein solches Gesetz sei laut Umweltminister Michael Gove angesichts der Verschmutzung der Weltmeere dringend notwendig. Ausnahmen von diesem Verbot soll es im medizinischen Bereich geben.

Plastikmüll treibt im Meer.

Alleine die Briten verbrauchen laut der Nachrichtenagentur AFP pro Jahr etwa 8,5 Milliarden Plastikstrohhalme - in Deutschland sollen sogar schätzungsweise 40 Milliarden Strohhalme jährlich in den Müll wandern.

Ein ähnliches Verbot wird es auch in Taiwan geben: Im Kampf gegen Plastikmüll in den Meeren sollen bis 2030 Plastikbecher, Plastiktüten und Strohhalme schrittweise reduziert werden. Große Restaurantketten müssen schon ab 2019 auf Strohhalme verzichten, ab 2020 gilt diese Regelung dann für alle Restaurants.

Warum sind Plastik-Strohhalme schlecht für die Umwelt?

Ein benutzter Strohhalm wandert meist in den Müll sobald das Getränk leer ist - die Nutzungsdauer ist kurz und der Strohhalm für die meisten Menschen im Grunde nicht notwendig. Laut dem Bundesumweltministerium gehören Strohhalme und Flaschendeckel, Zigarettenstummel, Lebensmittelverpackungen und Plastikflaschen zum am häufigsten gefundenen Meeresmüll.

Strohhalme Gefahr für Meerestiere

Strohhalme stellen unter anderem eine Gefahr für Meerestiere dar. So können sich die dünnen Plastikröhrchen unter anderem in den Nasenlöchern von Meeresschildkröten festsetzen oder sie werden in Teilen in den Mägen von Meeresvögeln gefunden. Meeresbiologen finden immer wieder Tiere, die sie von Einwegplastik-Teilen befreien müssen. Besonders drastisch ist das zum Beispiel in diesem Video zu sehen.


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