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Spenden in der Coronakrise Diese Menschen brauchen jetzt Unterstützung

Sie wollen in der Coronakrise nicht tatenlos zusehen? So können Sie helfen, ohne das Haus zu verlassen. Diese Organisationen brauchen dringend Spenden und finanzielle Unterstützung.

Stand: 23.03.2020

Frau hält Sparschwein in der Hand | Bild: mauritius-images

Spenden an Tafeln

Das aktuelle Problem: Immer mehr Tafeln in Bayern müssen schließen. Der Grund dafür: Es fehlt an Lebensmitteln. Da sich immer mehr Bürger private Vorräte anlegen, bleibt in den Supermärkten immer weniger Ware übrig. Die Tafeln bekommen immer weniger Lebensmittelspenden und können so immer weniger Menschen versorgen. Für viele Tafelbesucher mit keinem oder geringem Einkommen sind Tafeln der einzige Ort, an dem sie Lebensmittel erhalten. Ältere Menschen mit kleiner Rente oder Alleinerziehende gehören ebenso zu den Kunden der Tafeln. Sie alle sind auf gespendete Lebensmittel angewiesen. Deshalb versuchen die Tafeln, den Betrieb in großen Städten wie München, Erlangen, Nürnberg, Regensburg und Augsburg so lange es geht aufrecht zu erhalten. Dafür brauchen Sie jedoch Hilfe und finanzielle Unterstützung. Spenden Sie der Tafel in Ihrer Nähe all die Lebensmittel, die bei Ihnen Zuhause übrig sind. Auch über finanzielle Unterstützung freuen sich die Organisationen sehr. Die Tafel in Ihrer Nähe finden Sie in einer Übersicht des Dachverbandes aller Tafeln. Und natürlich helfen Sie auch, wenn Sie nur das einkaufen, was sie auch wirklich brauchen.

Die Brauereigaststätte "Mahr's Bräu" in Bamberg geht mit guten Beispiel voran. Aufgrund der Coronakrise hat die Gaststätte geschlossen. Damit die Vorräte verkochet und der Bamberger Tafel gespendet. Klassiker wie Schäuferla oder Haxn, aber auch Rouladen, Hasenkeule und gefüllte Zucchini - rund 120 fertig gekochten Essen wurden am Mittwoch, den 18.03.2020 an Bedürftige verteilt.

Hilfe für Musiker, Künstler und Kulturschaffende

Fast alle Orchester, Chöre, Opern- und Konzerthäuser in Deutschland haben den Betrieb eingestellt. Clubs und Bars sind geschlossen, ebenso Musikschulen. Für freischaffende Musikerinnen und Musiker ist das eine Katastrophe: Ihre Einnahmen bleiben aus, die Lebensgrundlage fällt weg. Doch es gibt eine Möglichkeit, wie Sie diese Menschen unterstützen können. Sollten Sie Konzerttickets oder Theaterkarten haben und die Veranstaltungen wurden abgesagt, dann haben Sie grundsätzlich einen Anspruch darauf, den Ticketpreis erstattet zu bekommen, so die Verbraucherzentrale Bayern. Sie können aber auch auf die Rückerstattung verzichten und Ihr Ticket quasi an den Veranstalter und damit auch an die Kulturschaffenden spenden. Damit helfen Sie Kulturstätten und Künstlerinnen und Künstlern, die Zeit ohne Einkommen zu überstehen.

Zusätzlich hat die Deutsche Orchesterstiftung einen bundesweiten Spendenaufruf gestartet. Die Spenden kommen besonders bedürftigen Musikerinnen und Musikern zu Gute.

Kinos unterstützen

Das Lieblingskino nebenan zu unterstützen ist ganz einfach. Sie müssen nur ein bisschen Werbung schauen. Ohne Zuschauer haben die Kinos keine Einnahmen. Trotzdem müssen die Kosten für Miete und Personal weiterbezahlt werden. Unter www.hilfdeinemkino.de können Sie das Kino in Ihrer Nähe auswählen und die typischen Kinowerbespots, die normalerweise im Vorprogramm laufen anschauen. Der jeweilige Werbepartner bezahlt pro Stream.

Spenden für die medizinische Forschung

Seit vielen Jahren arbeitet das Institut für Virologie und die Klinik für Infektiologie der Universitätsmedizin Essen eng mit der Klinik für Infektionserkrankungen des Union Hospitals in Wuhan zusammen. Im Jahr 2017 wurde in Wuhan sogar ein gemeinsames Forschungslabor gegründet. Dort wird gerade auf Hochtouren daran gearbeitet, das Virus besser kennen zu lernen und Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Dank einer Soforthilfe der medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen von 50.000 € ist das Labor in Wuhan mit allen notwendigen Geräten ausgestattet. Allerdings werden noch Verbrauchsmaterialien benötigt, um mit den zahlreichen Daten und Proben vor Ort arbeiten zu können. Zudem ist Geld nötig, damit deutsche Forscher nach China reisen können, um dort mit zu arbeiten. Deshalb sammelt das Institut Spenden.

DFB spendet 2,5 Millionen Euro

Auf Instagram teilte der DFB mit, dass die deutsche Nationalmannschaft insgesamt 2,5 Mio Euro für den guten Zweck spendet. So gehen die Nationalkicker mit gutem Beispiel voran.

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jok_32 18.03.2020 | 13:01 Uhr Die Situation ist ernst und außergewöhnlich, die Gesundheit in diesen Tagen steht über allem. Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, den Kampf gegen das Virus und die Folgen anzugehen. Das Engagement in der Bevölkerung ist bemerkenswert, es ist großartig! Nie war Solidarität untereinander wichtiger als heute, im Kleinen wie im Großen. Wir als @DFBteam wollen unseren Teil dazu beitragen, das gegenseitige Helfen unterstützen und fördern - deshalb haben wir uns entschieden, 2.5 Mio. Euro für den guten Zweck zu spenden. Jede Tat, jede Geste zählt. Auf Plattformen wie @wirhelfen.eu bieten Menschen in ganz Deutschland unter anderem ihre Hilfe an. Wir sind gemeinsam als Gesellschaft mehr gefordert denn je. Wichtig ist, auf Menschen zu hören, auf die es in dieser Zeit besonders ankommt, die die Expertise haben und uns Richtlinien an die Hand geben, um das Virus bestmöglich einzudämmen. Tiefe Dankbarkeit für alle Menschen im medizinischen Bereich, die sich für uns aufopfern, für alle, die unsere Versorgung sicherstellen! Bleibt alle gesund und passt auf euch auf.

Die Situation ist ernst und außergewöhnlich, die Gesundheit in diesen Tagen steht über allem. Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, den Kampf gegen das Virus und die Folgen anzugehen. Das Engagement in der Bevölkerung ist bemerkenswert, es ist großartig! Nie war Solidarität untereinander wichtiger als heute, im Kleinen wie im Großen. Wir als @DFBteam wollen unseren Teil dazu beitragen, das gegenseitige Helfen unterstützen und fördern - deshalb haben wir uns entschieden, 2.5 Mio. Euro für den guten Zweck zu spenden. Jede Tat, jede Geste zählt. Auf Plattformen wie @wirhelfen.eu bieten Menschen in ganz Deutschland unter anderem ihre Hilfe an. Wir sind gemeinsam als Gesellschaft mehr gefordert denn je. Wichtig ist, auf Menschen zu hören, auf die es in dieser Zeit besonders ankommt, die die Expertise haben und uns Richtlinien an die Hand geben, um das Virus bestmöglich einzudämmen. Tiefe Dankbarkeit für alle Menschen im medizinischen Bereich, die sich für uns aufopfern, für alle, die unsere Versorgung sicherstellen! Bleibt alle gesund und passt auf euch auf. | Bild: jok_32 (via Instagram)

Spenden in Facebook

Wenn Sie durch Ihren Facebook-Feed scrollen, dann ist Ihnen bestimmt aufgefallen, dass auch Facebook für Spenden zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie aufruft. Genauer gesagt für Spenden an den COVID-19 Solidaritätsresponse Fund der World Health Organization (WHO). Der Fonds wurde im Antrag der WHO von der Stiftung der Vereinten Nationen in Partnerschaft mit der Swiss Philanthropy Foundation geschaffen. Mit den Geldern wird die Arbeit der WHO in allen Ländern unterstützt. Dabei geht es vorrangig um Länder mit schwachem Gesundheitssystem und um die Entwicklung von Impfstoffen, Tests und Behandlungen. Sie können direkt über Facebook spenden (laut Facebook kommen auch 100% der Spenden an) oder über die Seite des Funds.

Blut spenden

Sie waren bisher regelmäßig beim Blut spenden? Dann sollten Sie das auch weiterhin tun. Aktuell ist die Versorgungslage mit Blutpräparaten angespannt. Laut dem Bayerischen Roten Kreuz kann jeder, der gesund und fit ist, Blut spenden. Wie immer gilt: Menschen mit Grippe- oder Erkältungssymptomen sollen sich erst gar nicht auf den Weg zu einer Blutspendeaktion machen - die anwesenden Ärzte werden Sie in diesen Fällen nicht zur Spende zulassen. Das gilt auch für Spendenwillige, die in vom Coronavirus betroffenen Risikogebieten waren.

Auch wenn in den Kliniken viele geplante Operationen und Eingriffe verschoben werden, werden Blutpräparate zur Versorgung von Patienten in akuten Notsituationen und chronisch Kranken weiterhin dringend benötigt. Insbesondere Menschen mit Tumorerkrankungen, die sich in einer Chemo-​ oder Strahlentherapie befinden, sind auf die kontinuierliche Gabe von Blutpräparaten angewiesen, um die Nebenwirkungen dieser Therapien zu überstehen. Rund ein Fünftel aller benötigten Blutpräparate werden für Krebspatienten benötigt.

Sollten über einen Zeitraum von mehr als einer Woche nicht genügend Blutspenden eingehen, wäre die Patientenversorgung innerhalb kurzer Zeit nicht mehr abzusichern. Der Grund ist die kurze Haltbarkeit einiger Blutpräparate. Hier finden Sie alle Termine für Blutspenden.

Aktuelle Informationen und mehr Ideen, wie Sie Gutes tun und helfen können, hören Sie in unserem täglichen Podcast "Corona in Bayern".


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Kommentare

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Findeis Heinz, Montag, 23.März 2020, 16:24 Uhr

2. Vorschlag für Cafes und Restaurants etc. die momentan weniger Einnahmen haben

Wir haben gestern eine Konditorei mit geschlossenem Cafe dahingehend unterstützt, dass wir jetzt Geschenkgutscheine gekauft haben, die wir später verschenken werden. Jetzt haben aber die Inhaberinnen einige Spenden, wo sie die lfd Kosten wie Miete etc zahlen können.
Vielleicht wäre das ein Tipp für die Bayern 1 Hörer, um lokale Geschäfte damit jetzt zu unterstützen.

Roswitha Kammerl, Montag, 23.März 2020, 14:23 Uhr

1. Gutscheine von Ladeninhabern, die nicht mehr öffnen dürfen

Liebes Bayern1 Team,

Wie wäre es, wenn wir von den gebeutelten Ladeninhabern, Reisebürobetreibern und Gastronomen jetzt Gutscheine erwerben würden, die wir mindestens in einem Zeitraum von drei Jahren nach Ende dieser Krise ohne Einschränkung bei ihnen einlösen könnten.
Damit wären diese armen Leute weiterhin flüssig und wüssten auch, dass es in hoffentlich naher Zukunft weiter geht.
Sie könnten dafür z.B. eine Plattform einrichten oder diese anregen und findige Website-Gestalter könnten die Idee ehrenamtlich umsetzen.
Ich würde jedenfalls sofort eine Anzahl Gutscheine erwerben, denn vor Beginn der Krise bin ich fast täglich in eines der Restaurants meiner Umgebung zum Lunch oder Abendessen gegangen.
Herzliche Grüße Roswitha Kammerl