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Bundesweit einzigartig Flüchtlinge werden in Schweinfurt von Landsleuten unterstützt

Flüchtlinge versuchen ihren Landsleuten unter anderem psychologische Unterstützung zu geben. Dieses bundesweit einmalige Projekt in Schweinfurt zieht jetzt nach einem Jahr positive Zwischenbilanz.

Von: Norbert Steiche

Stand: 19.01.2018

Flüchtlinge leiden an der Seele, wenn sie beispielsweise mit ihren Fluchterfahrungen nicht zurechtkommen oder verzweifeln, weil ihr Asylstatus nicht geklärt ist. Syrer, Iraner oder Somalis müssen sich zudem erst mal an das gänzlich neue Lebensumfeld in Deutschland und die sozialen und kulturellen Eigenheiten gewöhnen.

Projekt ist erfolgreich

280 Flüchtlinge sind im letzten Jahr in dem Projekt betreut worden, berichtet Alexandra Blattner. Sie hat die psychologische Leitung des Projekts, arbeitet in der Ambulanz für seelische Gesundheit. Bei manchen reiche ein kurzes Gespräch, andere bräuchten mehr Unterstützung, um zum Beispiel den Umgang mit Traumatisierung zu erlernen. Da Dolmetscher kaum zu finanzieren seine, helfe der niederschwellige Ansatz, Landsleute und Muttersprachler als Laienhelfer in die Beratung einzubeziehen.

Kontakt zu Landsleuten leichter

Denn es fällt oft leichter, sich Landsleuten gegenüber zu öffnen, die den eigenen Kulturkreis kennen. Die Laienhelfer erhalten von Profis zudem Unterstützung in Form von Supervision, damit sie mit den teils drastischen Fluchtgeschichten nicht allein zurechtkommen müssen. Diakon Stefan Philips ist einer dieser professionellen Unterstützer, und er zieht nach einem Jahr positive Bilanz:

"Es sind hunderte Flüchtlinge durch das Projekt geführt worden. Diese Menschen hätten ohne diese Unterstützung sicher nicht so gut gelernt, mit ihren Problemen umzugehen. In meinem Augen muss das Projekt auf jeden Fall fortgeführt werden."

Stefan Philips, Schweinfurter Diakon

Finanziert wird das Projekt durch die "Kongregation der Schwestern des Erlösers". Diese ist auch Träger des Schweinfurter Sankt-Josef-Krankenhauses.


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Truderinger, Freitag, 19.Januar, 18:43 Uhr

5.

Eigentlich ja eine gute Nachricht, wären da nicht unsere "Nicht-Nazis" mit ihren pawlowschen Reflexen: Dieter langweilt mit demselben Stuss wie jede Stunde zu jedem Thema (gut dass die Kommentarfunktion zu Goretzka nicht offen war) und Leo mit einer völlig irrelevanten, unsinnigen und in aller Regel verkürzten, gefälschten oder missverstanden Statistik. Und irgendeiner stört sich allen Ernstes am Begriff "Flüchtling", weil er meint, trotz blaubrauner Scheuklappen die Rechtslage einschätzen zu können.

Dieter, Freitag, 19.Januar, 17:19 Uhr

4. Die Merkel Politik geht vor allem zulasten der klassischen Klientel

der SPD und. Linken. Während das Kapital durch forciertes Lohndumping aufgrund von ungesteuerter Massenmigration Gewinne privatisiert, werden die riesigen Kosten dieser völlig verfehlten Politik sozialisiertn Es sind die Kinder aus ärmeren Familien, deren Bildungschancen sinken, weil sie in der Klasse nicht mehr ihre Sprache als Umgangssprache erleben. Es sind die Kleinverdiener, die Opfer des Lohndumpings werden. Es sind die einfachen Leute, deren Wohnumfeld nachhaltig leidet.Sie reagieren darauf an der Wahlurne Die SPD hat sich seit der Schröderwahl praktisch halbiert, die Linke muss in Ostdeutschland schwere Verluste hinnehmen. Sie vertreten nicht mehr die Interessen ihrers Volkes Sie werden weiter bei Wahlen verlieren. Wagenknecht ist sicherlich die intelligenteste Politikerin in Deutschland, liefert glänzende politische Analysene Sie hat die obigen Entwicklungen und die Gefahren für die Linkspartei erkannt Wird aber nicht helfen, weil die Scheuklappen Ideologen es nicht verstehen.

  • Antwort von Truderinger, Freitag, 19.Januar, 18:27 Uhr

    Scheuklappen trägt derjenige, der rassistische Tendenzen in seiner Partei und bei sich selbst ignoriert! Im Übrigen geht es gerade um was anderes, aber dass sie auch positive Nachrichten zum Thema Flüchtlinge instinktiv in den Dreck ziehen, ist ideologietypisch!

Wolfgang, Freitag, 19.Januar, 15:52 Uhr

3. einerseit, endlich wird das gemacht,andernseits brauchen wir nicht mehr Bewohner

Aber diese Integrationsarbeit ist nichts neues, Zionisten auch der jewish agency unterrichten von 1945 bis 1950 Juden die nach Palästina/israel auwandern wollten. Ausbildung in Landeskunde, Ivrit und auch manches über Landwirtschaft in Vorbereitung auf die Kibuzze.

Das fand auch in Saalfelden und Salzburg statt, man lese über die Lager der Bricha, "Tauernfflucht" oder Victor Klemperer...

Birkhahn, Freitag, 19.Januar, 15:39 Uhr

2. sog. Flüchtlinge

Alle schön beschrieben. Das ändert nichts daran, ds diese Leute nicht bei uns wären, wenn unser Staat sich - was er von jedem Bürger erwartet - an geltendes Recht gehalten hätte. Jetzt müssen die Symtome falschen Politik mit Steuermitteln bekämpft werden.

  • Antwort von Kats, Freitag, 19.Januar, 15:48 Uhr

    ...An geltendes Recht....
    Deutschland hält sich an geltendes Recht !
    Wollen Sie, dass Griechenland und Italien alles alleine schultern muss ?
    Die EU ist kein Wunschkonzert, auch wenn Sie Orban das glauben lässt.

  • Antwort von A. Blattner, Freitag, 19.Januar, 16:26 Uhr

    Sehr geehrte/r Herr/Frau Birkhahn, tatsächlich ist es nicht korrekt, dass das Projekt aus Steuermitteln der Regierung finanziert wird - es wird allein vom Krankenhaus St. Josef getragen. Ärzte ohne Grenzen hat das Modellprojekt im Sommer 2017 planmäßig in dessen Hände übergeben, finanziert also inzwischen auch nicht mehr mit.
    Diese Fehldarstellung wird hoffentlich zügig noch vom Autor korrigiert.

  • Antwort von winfried, Freitag, 19.Januar, 16:43 Uhr

    @Kats ... >>Deutschland hält sich an geltendes Recht !<< ... bedenken Sie nachstehend genannte und geltende Regelwerke und urteilen Sie selbst
    ... GG-Art. 16a --> (Nur)politisch Verfolgte haben Anrecht auf Asyl. Voraussetzung, Sie haben DE unmittelbar über unsichere Drittstaaten erreicht;
    ... EU-Regelung DUBLIN III --> Asylantrag ist in dem EU-Land zu stellen das der "Flüchtling" zuerst erreicht,
    ... Genfer Flüchtlingskonvention(GFK) --> nach Erreichen von sicherem Territorium entfällt der Flüchtlingsstatus.
    >>Wollen Sie, dass Griechenland und Italien alles alleine schultern muss ?<< ... Sprechen Sie dazu mit den vor Libyen kreuzenden NGO-Besatzungen.
    >>Die EU ist kein Wunschkonzert, auch wenn Sie Orban das glauben lässt.<< ... Ich teile die Meinung, EU = ein Land beherrschen ohne es zu besetzen.

  • Antwort von Leo Bronstein, Freitag, 19.Januar, 17:21 Uhr

    @ Kats
    >Wollen Sie, dass Griechenland und Italien alles alleine schultern muss ?<

    .
    >Europäische Union: Anzahl der erstmaligen Asylbewerber je eine Million Einwohner in den Mitgliedsstaaten im Jahr 2016< (Statistisches Bundesamt)
    Deutschland: 8.789
    Ungarn: 2.870
    EU Durchschnitt: 2.360
    Italien: 1.998

    >Zahl der Bewerber je eine Million Einwohner< (2015)
    Deutschland: 5 441
    Ungarn: 17 699
    EU Durchschnitt: 2 470
    Italien: 1 369
    Griechenland: 1 047
    europa(eu); >Asyl in d. EU-Mitgliedstaaten Rekordzahl von über 1,2 Millionen registrierten erstmaligen Asylbewerbern im Jahr 2015< Eurostat Pressemitteilung 04.03.16

    .
    >Die EU ist kein Wunschkonzert, auch wenn Sie Orban das glauben lässt.<

    siehe: oben

  • Antwort von Dieter, Freitag, 19.Januar, 17:43 Uhr

    @ Kats
    Der Satz des früheren französischen Premierministers Valls über die Migrantenströme bleibt unbestritten: «Wir haben sie nicht eingeladen. Gemeint war: Es war Merkel. Sie hat damit die Union gespalten, Deutschland gespalten, Europa gespalten, getraut sich aber (geschehen auf dem CDU-Parteitag im Dezember), als Verantwortliche des Desasters, den Delegierten wörtlich zuzurufen: Eine Situation wie die des Sommers 2015 kann, darf und soll sich nicht wiederholen. Will sagen: Auch Merkel will jetzt Migranten abschieben. Sogar die rückläufigen Asylbewerberzahlen schreibt sie sich auf die Fahne. Man kann das dreist nennen oder Chuzpe, man kann glauben, dass sie erneut auf die Vergesslichkeit ihrer Wähler hofft. Denn tatsächlich, die Deutschen haben ihr eine Anzahl gebrochener Versprechen nicht übel genommen: Wehrpflicht Mindestlohn Atomkraft Maut Visafreiheit für Türken? Ständig kassierte die Kanzlerin eigene Beteuerungen und Zusagen aus Wahlkämpfen und immer wieder kam sie damit durch.

  • Antwort von Oliver M., Freitag, 19.Januar, 18:08 Uhr

    @Kats
    Trotzdem hat Orban in manchen Punkten gar nicht so unrecht! Was soll ein Land, wie Ungarn, das selber genug Probleme hat, auch noch Flüchtlinge aufnehmen? Schauen Sie sich Ungarn doch mal genau an! Schlimm genug, dass in Deutschland die Probleme vor der eigenen Türe von zu vielen ignoriert werden! Klar, wenn man selber gut situiert in schönen Vierteln oder auf dem Land wohnt, bekommt man das Elend im reichten Deutschland natürlich nicht mit. Von den Problemen der EU noch weniger.
    Meine Devise: Zuerst die Probleme der EU lösen (Arbeitslosigkeit, Armut). Das ist die Grundlage für alles Weitere. Wenn wir dann noch Kapazitäten haben, unter Berücksichtigung unserer eigenen Interessen und Belange helfen. Ansonsten geht das schief - versprochen!
    Und wenn Orban die mögliche Bildung von Parallelgesellschaften anspricht, dann hat er damit gar nicht so unrecht. Nur Deutschland ignoriert. Dabei haben wir solche Viertel längst - Deutschland ignoriert...

  • Antwort von Leo Bronstein, Freitag, 19.Januar, 18:14 Uhr

    @ Kats
    Wollen Sie, dass Griechenland und Italien alles alleine schultern muss ?

    .
    >Europäische Union: Anzahl der erstmaligen Asylbewerber je eine Million Einwohner in den Mitgliedsstaaten im Jahr 2016< (Statistisches Bundesamt)
    Deutschland: 8.789
    Durchschnitt EU: 2.360
    Italien: 1.998

    >Zahl der Bewerber je eine Million Einwohner< (2015)
    Deutschland: 5 441
    Durchschnitt EU: 2 470
    Italien: 1 369
    Griechenland: 1 047
    europa(eu); >Asyl in den EU-Mitgliedstaaten Rekordzahl von über 1,2 Millionen registrierten erstmaligen Asylbewerbern im Jahr 2015< Eurostat Pressemitteilung 04.03.16

    .
    >Die EU ist kein Wunschkonzert, auch wenn Sie Orban das glauben lässt.<

    Ungarn (Quellen: Statistisches Bundesamt und Eurostat):
    2015: 17 699 Flüchtlinge je 1 Mio. Einwohner
    2016: 2.870 Flüchtlinge je 1 Mio Einwohner

  • Antwort von Truderinger, Freitag, 19.Januar, 18:29 Uhr

    Und wenn Sie sich noch so oft von ihrem schlechten Restgewissen reinwaschen wollen, es sind...FLÜCHTLINGE, FLÜCHTLINGE, FLÜCHTLINGE!!! Na, tut's arg weh?:-D

  • Antwort von Truderinger, Freitag, 19.Januar, 18:45 Uhr

    Leo, das ist so ziemlich die blödeste Statistik, die Sie je ausgeworfen haben! Meinetwegen soll Orban 0 Flüchtlinge nehmen, aber dann auch 0 Euro EU-Subvention!

Helmut, Freitag, 19.Januar, 14:18 Uhr

1. Naheliegender Ansatz

Der Ansatz klingt so naheliegend, daß man sich wundert, daß es noch nicht überall gemacht wird.
An effektivsten dürfte eine Mischung sein. Betreuung durch Landsleute im Team mit eingebürgerten oder gebürtigen Deutschen. Die können dann gleich Integration vorleben.
Den Organisatoren noch viel Erfolg und möge sich das Konzept weiter verbreiten.

  • Antwort von Kats, Freitag, 19.Januar, 15:50 Uhr

    Helmut, da schließe ich mich an. Ärzte ohne Grenzen haben immer gute Projekte.